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Sz. 6 Cymbeline. 19
Und neu gebaut nicht werden kann? er hat Nicht Freund' um ihn zu ſtuͤtzen.—
(Die Königin läßt das Fläſchchen fallen, Piſanio hebt es auf.)
Du nimmſt auf,
Und weißt nicht was; doch nimm's fuͤr deine Muͤh': Ich macht' es ſelbſt, und fuͤnfmal hat's den Koͤnig Vom Tod gerettet; keine beßre Staͤrkung Iſt mir bekannt:— Behalt's, ich bitte dich; Es ſey das Handgeld eines groͤßern Lohn's, Den ich dir zugedacht. Sag' deiner Herrin Wie ihre Sache ſteht; thu's, wie von ſelbſt. Bedenk' wie ſich dein Glucksſtand ändert; denk' nur: Die Fuͤrſtin bleibt dir, meinen Sohn gewinnſt du, Der dich auszeichnen wird: den Koͤnig ſtimm' ich Zu jeder Art Befoͤrd'rung, wie du nur Sie wuͤnſchen magſt; zumeiſt bin ich verpflichtet Die Muͤhe glaͤnzend zu belohnen. Sende Mir meine Frau'n, und denke meiner Worte.—
(Piſanio geht ab.) Ein ſtandhaft, tuckſcher Schelm: nicht zu erſchuͤttern: Der Anwald ſeines Herrn; und ihr ein Mahner, Um ihre Hand dem Gatten zu bewahren. Ich gab ihm etwas, wenn er es genießt,
So hat ſie keinen mehr, der Botſchaft laͤuft
Fur ihren Schatz; und beugt ſie nicht den Sinn, Soll ſie es wahrlich auch bald koſten muͤſſen. (Piſanio kommt mit den Hofdamen zurück.) So, ſo;— recht gut, recht gut: Die Veilchen, Schluͤſſelblumen und die Primeln Bringt in mein Schlafgemach: Leb' wohl, Piſanioz Gedenke meines Wort's. (die Königin und Hofdamen gehen ab.) Piſ. Das werd' ich thun: Doch ſollt' ich meine Treu' am Herren brechen, Wuͤrg' ich mich ſelbſt; mehr will ich nicht verſprechen. (Er geht ab.)
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