Teil eines Werkes 
Neunter Theil (1833) Cymbeline
Entstehung
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Cymbeline.

Sechſte Szene. Briltanien, in Cymbelines Pallaſt. Es treten auf die Königin, Hofdamen und Cornelius) Rsnigin. eo lang' der Thau am Boden, pfluͤckt die Blumen; iaſch Wer hat das Verzeichniß? 1. Bofd. Ich. 6 Roͤnig. So geht: Edie Hofdamen gehn ab.) MNun, Doctor, bracht'ſt du mir die Specereien? Corn.(ihr ein Fläſchchen reichend) Wie Eure Hoheit mir befahl; hier ſind ſie: Doch ich erſuch' Eu'r Gnaden,(zuͤrnt mir nicht,

ß Denn mein Gewiſſen dringt auf dieſe Frage); Weshalb vete Ihr die gift'gen Mittel,

Die, angewandt, hinſchmachtend Sterben ſtiften, Langſam, doch todtlich ſind?

Roͤnig. Mich wundert, Doctok, Daß du mich alſo fragſt: War ich nicht lange Schon deine Schuͤlerin? Lehrt'ſt du mich nicht

Einmachen, deſtilliren, Weihrauch miſchen?

Daß unſer großer Koͤnig ſelbſt mich oft

Um meine Fruͤchte bat? So vorgeſchritten,

(aͤltſt du mich nicht fur teufliſch) iſt's ein Wunder

Wenn ich mein Wiſſen zu erweitern trachte

Durch andre Proben? So will ich die Kraͤfte

Der Kunſt an ſolchen Creaturen pruͤfen, Die nicht des Haͤngens werth,(an Menſchen nicht), um ihre Wirkung zu erproben, wend' ich Dann Gegeénmittel anz und ſo erforſch' ich

Den mannigfachen Einfluß. Corn. Solche Uebung

Muß, hohe Fuͤrſtin, Euer Herz verhaͤrten:

Auch iſt der Anblick dieſer Wirkung ſchaͤdlich

Sowohl, als ekelhaft.

Ronig. O, ſey ganz ruhig. M. 2