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10 Cymbeline⸗.
i haͤtteſt, wie lang ein Narr iſt, wenn er auf der Erde iegt. Und daß ſie dieſen Kerl lieben muß, und mich ab⸗ weiſen!
2. Edelm. Cfür ſich.) Wenn es Suͤnde iſt, eine richtige Wahl zu treffen, ſo iſt ſie verdammt.
1. Edelm. Prinz, ich ſagte es Euch immer, ihre Schoͤn⸗ heit und ihr Verſtand halten nicht gleichen Schritt; ſie iſt
ein treffliches Gemaͤlde, aber ich habe wenige Reflexe ihres
Geiſtes geſehen.
2. Edelm. Cfür ſich.) Sie ſcheint nicht auf Narren, der Reflex moͤchte ihr ſchaden.
Clot. Kommt auf mein Zimmerz ich wollte, es ware irgend ein Ungluͤck geſchehen.
2. Edelm.(für ſich.) Das wollte ich nicht; es waͤre denn der Fall eines Eſels, was kein großes Ungluͤck iſt.
Clot. Wollt Ihr mit uns gehn?
1. Edelm. Ich folge Euch, gnaͤdiger Herr.
Clot. Nein, kommt, gehn wir zuſammen.
2. Edelm. Wohl, mein Prinz.
.(ule ab.)
Vierte Szene. Zimmer im Pallaſt. (Imogen und Piſanio treten auf.)
Imogen. Ich wollt', am Hafen ſtaͤnd'ſt du eingewurzelt, Und fragteſt jedes Schiff: wenn er mir ſchriebe, Und ich bekäm's nicht, ſolch ein Brief verloren, Iſt wie Verluſt des Heils. Was war das Letzte, Was er dir ſagte? Piſ. Es war: o meine Koͤn'gin! Imog. Dann winkt' er mit dem Tuch? Piſ. Und kuͤßt' es, Fräulein. Imog. Fuͤhlloſe Leinwand, gluͤcklicher als ich!— Und das war Alles? Piſ. Nein, Prinzeſſin; denn


