8 Cymbeline. A. I.
Er iſt ein Mann, werth jeder Frau; und der Faſt um den ganzen Preis mich uͤberzahlt. Cymb. Was!— biſt du toll? Imog. Beinah: der Himmel ſteh' mir bei!— O, waͤr' ich Doch eines Schaͤfers Tochter! mein Leonatus Des Nachbar⸗Hirten Sohn!
(Die Königin tritt auf.)
Cymb. Du thoͤricht Maͤdchen!— Beiſammen waren wieder ſie: Ihr thatet Nicht, wie wir Euch befahlen. Fort mit ihr, Und ſchließt ſie ein.
Roͤn. Ich bitt' Euch, ruhig:— ſtill, Prinzeſſin Tochter, ſtill;— geliebter Herr, Laßt uns allein; und ſucht Euch zu erheitern, Wie Ihr's am beſten koͤnnt.
Cymb. Mag ſie verſchmachten
Taͤglich um Einen Tropfen Bluts; und alt An dieſer Thorheit ſterben!
(er geht ab.)
(Piſanio tritt auf.)
Roͤn. Pfui!— gebt nach:
Hier iſt Eu'r Diener.— Nun, was bringſt du Neues? Piſ. Der Prinz, Euer Sohn, zog gegen meinen Herrn. Roͤn. Kein Leid doch iſt geſchehn?
hi Es konnte treffen,
Nur ſpielte mehr mein Herr, anſtatt zu fechten,
Und war durch Zorn nicht angereizt; es trennten
Sie ein'ge Herren in der Nah'.
Roͤn. Das freut mich. Imog. Ja, meines Vaters Freund iſt Euer Sohnz
Er nimint ſich ſeiner an.—.
Auf den Verbannten ziehn!— O tapf'rer Held!—
Ich wuͤnſchte ſie in Afrika beiſammen;
Und mich mit Nadeln dort, um den zu ſtechen,
Der ruͤckwaͤrts geht.— Was ließeſt du den Herrn?
iſ. Weil er's befahl: zum Hafen ihn zu bringen
Shr er nicht: er gab mir dies Verzeichniß
Von Dienſten, die ich Euch zu leiſten haͤtte,
Gefiel's Euch, mich zu brauchen.
Roͤn. Dieſer war
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