Teil eines Werkes 
Achter Theil (1832) Die lustigen Weiber von Windsor
Entstehung
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Reg. Haͤngt ihn ohne weiteres.

Gon. Reißt ihm die Augen aus.

Cornw. Ueberlaßt ihn meinem Unwillen. Edmund, lei⸗ ſtet Ihr unſ'rer Schweſter Geſellſchaft; die Rache, die wir an Euerm verraͤtheriſchen Vater zu nehmen gezwungen ſind, vertraͤgt Eure Gegenwart nicht wohl.— Ermahnt den Herzog, wenn Ihr zu ihm kommt, zur ſchleunigſten Ruͤ⸗ ſtung; wir ſind zum Gleichen verpflichtet. Unſ're Boten follen ſchnell ſeyn und das Verſtaͤndniß zwiſchen uns erhalten. Lebt wohl, liebe Schweſter,— lebt wohl, Mylord von Gloſter! (Haushofmeiſter tritt auf.)

Cornw. Nun? wo iſt der Koͤnig?

Zaush. Muylord von Gloſter hat ihn fortgefuͤhrt.

Fuͤnf oder Sechs und Dreißig ſeiner Ritter Ihn eifrig ſuchend, trafen ihn am Thor, Und zieh'n nebſt andern von des Lord's Vaſallen WMit ihm nach Dover, wo ſie ruͤſt'ger Freunde Sich ruͤhmen.

Cornw. Schafft die Pferde Eurer Herrin!

Gon. Lebt wohl, Mylord und Schweſter!

(Goneril und Edmund gehn ab.)

Cornw. Edmund, leb' wohl.— Sucht den Verraͤther

Gloſter, Bindet ihn, wie'nen Dieb, fuͤhrt ihn hierher. Obgleich wir ihm nicht wohl an's Leben koͤnnen Ohn' alle Rechtsform; doch ſoll unſ're Macht Willfahren unſerm Zorn, was man zwar tadeln, Nicht hindern mag. Wer kommt? Iſt's der Verraͤther?

(Bediente kommen mit Gloſter.) Reg. Der undankbare Fuchs! Er iſt's.

Cornw. Bind't ihm die welken Arme. Gloſt. Was meint Eur' Hoheit? Freunde, denkt Ihr d

2 Hier meine Gaͤſte; frevelt nicht mir. Cornw. Bind't ihn! (Gloſter wird gebunden.) Reg. Feſt! Feſt! O ſchaͤndlicher Verrather! Gloſt. Du unbarmherz'ge Frau, das war ich nie.—