Teil eines Werkes 
Achter Theil (1832) Die lustigen Weiber von Windsor
Entstehung
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Sz 2 von Windſor. 31

Falſt. Ruf ihn herein.(Bardolph geht.) Solche Baͤche heiß' ich willkommen, die von ſolchen Wellen uͤberſtrömen! Aha, Frau Fluth und Frau Page, habe ich Euch im Netz?

Victoria! Via! (Bardolph kommt zurück mit Fluth, der ſich verkleidet hat.)

Fluth. Gott gruͤß Euch, Sir. Jalſt. Und Euch, Sir. Wollt Ihr mich ſprechen? Fluth. Ich bin ſo dreiſt, mich ohne viel Umſtände Euch aufzudrängen. Falſt. Ihr ſeyd willkommen. Was iſt Eur Begehren? Laß uns allein, Kuͤfer. (Bardolph ab.)

Fluth. Sir, ich bin ein Mann, der viel durchgebracht; mein Name iſt Bach.

Falſt. Lieber Herr Bach, ich wuͤnſche Eure naͤhere Be⸗ kanntſchaft.

Flrth. Werther Sir John, ich bitte um die Eurige: nicht um Euch zur Laſt zu fallen, denn ich muß Euch bemerken, daß ich glaube beſſer im Stande zu ſeyn, Geld auszuleihen, als Ihr; und das hat mich einigermaßen dreiſt gemacht, Euch ſo zur Unzeit heimzuſuchen. Denn, wie man ſagt, wo Geld vorangeht, ſind alle Wege offen.

Falſt. Geld iſt ein guter Soldat, mein Herr, und macht ſich Bahn.

Fluth. Sehr wahr; und hier habe ich einen Beutel mit Geld, der mir beſchwerlich iſt. Wenn Ihr ihn mir wollt tragen helfen, Sir John, ſo nehmt ihn ganz oder halb da⸗ fuͤr, daß Ihr mir die Laſt erleichtert.

Falſt. Sir, ich weiß nicht, wie ich dazu komme, Euer Laſtträͤger zu ſeyn?

Fluth. Ich wills Euch ſagen, Sir, wenn Ihr mich an⸗ Wrln

Jalſt. Redet, lieber Herr Bach, ich werde mich gluͤckti ſchatzen, Euch zu dienen. 59 6

Fluth. Sir, ich höre, Ihr ſeyd ein Gelehrter,(ich will mich kurz faſſen,) und Ihr ſeyd ein Mann, den ich lange gekannt habe, obgleich ich weniger die Gelegenheit als den Wunſch hatte, mir Euern Umgang zu verſchaffen. Ich werde Euch eine Sache entdecken, bei der ich meine eigne Schwachheit ſehr oft an den Tag legen muß; aber, lieber Sir John, indem Ihr Euer Eines Auge auf meine Thor⸗ heit richtet, wen ich ſie vor Euch aufdecke, lenkt das Andre