Sz. S. 9. Droilus und Creſſida. 351
Folgt, Knappen, ſchaut mir nach, wohin ich leite, Held Hector ſey des Todes ſichre Beute!— (ſie gehn ab.)
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Achte Szene.
- Ebendaſelbſt. (Therſites, Menelaus und Paris treten auf.)
Therſites⸗
Der Hahnrei und der Hahnreimacher ſind an einander: nun drauf los, Stier! drauf los, Koͤter! Faß ihn, Paris, faß!— Friſch, du Spatz mit der zweimaͤnnigen Henne; faß, Paris, faß!— Der Stier hat den Vortheil; nimm dich vor den Hoͤrnern in Acht, ho!—
(Paris und Menelaus ab.)
(Margarelon tritt auf.)
Warg. Komm, Sklav, und ſicht.
Therſ. Wer biſt du?
Warg. Ein Baſtardſohn des Priamus. Therſ. Ich bin auch ein Baſtard; ich liebe die Baſtarde; ich bin ein eingefleiſchter Baſtard, ein ausgelernter Ba⸗ ſtard, ein Baſtard an Geiſt, Baſtard an Herz, in allen Dingen illegitim: Eine Krähe hackt der Andern die Augen nicht aus, warum ſollt's ein Baſtard? Sieh dich vor; der Kampf waͤre fuͤr uns gegen alle Religion: wenn der Sohn einer Hure fuͤr eine Hure ſicht, ſo iſt kein Menſchenverſtand drin. Leb wohl, Baſtard!
marg. Hohl dich der Teufel, Feighard!—
(gehn ab.)


