Teil eines Werkes 
Siebenter Theil (1832) Ende gut, alles gut
Entstehung
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350 Trolus und Creſſida. A. V.

Hect. Verſchnaufe, wenn du willſt! Achill.(fechtend.) Hohn Hoͤflichkeit, du ſtolzer roer! Sey froh, daß meine Waffen außer Uebung: Mein Ruhn und Laͤſſigſeyn kommt dir zu gut; Doch alſobald vernimmſt du mehr von mir. Bis dahin geh auf gutes Gluͤck!(ab.) Zect. Leb wohl!

Ich waͤr' zum Kampf ein friſchrer Mann geweſen, Haͤtt' ich auf dich gewartet. Nun, mein Bruder?

(Troilus kommt zurück.)

Troil. Ajax fing den Aeneas: dulden wir's? Mein, bei dem Lichtglanz des erhabnen Himmels, Er darf ihn nicht behalten, ich errett' ihn,

Und ſolli' ich fallen. Schickſal, boͤr' mein Wort, Mich kuͤmmerts nicht, raffſt du mich heute fort.

(Ein Grieche in einer ſehr ſchönen Rüſtung tritt auf.)

Zeet. Steh, Grieche, ſteh, du biſt ein weidlich Ziel. Nicht? willſt du nicht? F Panzer duͤnkt mich

ſchö Ich klopf ihn dir, und brech⸗ nie Nieten, Bis er mein eigen. Laͤufſt du Thier ſo ſchnell? Flieh immerhin! ich jage nur dein Feli.

(geht ab.)

Siebente Szene. Ebendaſelbſt. QAchilles tritt auf, mit einem Gefolge von Myrmidonen.)

Achilles.

Kommt um mich her, Ihr, meine Myrmidonen, Vernehmt mein Wort: folgt mir, wohin ich ſuͤhre, Thut keinen Streich, erhaltet friſch die Kraft;z Und wenn der blut'ge Hector uns erſcheint,

Dann rings mit Euern Lanzen pfaͤhlt ihn ein, Und ohn' Erbarmen braucht mir Eure Waffen.