Teil eines Werkes 
Siebenter Theil (1832) Ende gut, alles gut
Entstehung
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346 Troilus und Creſſida. A. V.

Vierte Szene. Vor Troja. (Schlachtlärm. Therſites tritt auf.)

Therſites.

Nun haͤmmern ſie auf einander los, und ich will mirs an⸗ ſehn. Der heuchleriſche, boshafte Bube Diomed hat jenes lumpigen, verliebten, dummen, trojaniſchen, jungen Gelbſchnabels Ermelkrauſe an ſeinen Helm geſteckt: ich wollte ſie geriethen an einander, und daß unſer junger Eſel aus Troja, der die Metze dort liebt, dem ſchurkiſchen grie⸗ chiſchen Dirnenjaͤger mit ſeiner Krauſe zu der heuchleriſchen, liederlichen Hure zuruckſchickte und ihn einmal recht kraus auszackte. Und nun auf der andern Seite, die Staats⸗ weisheit dieſer raͤnkevollen, hochbetheuernden Schurken, des alten abgeſtandenen, mauszerfreßnen, duͤrren Kaͤſe Ne⸗ ſtor, und des Schelmenfuchſes Ulyſſes iſt nun, wie ſichs ausweiſ't, keine Heidelbeere werth. Da hetzen ſie in ihrer Staatskunſt den Blendlings⸗Bullenbeißer Ajax gegen den eben ſo ſchlechten Koͤter Achilles auf; und nun iſt Koͤter Ajar ſtolzer als Koͤter Achilles, und will heut nicht ins Feld: ſo daß die Griechen anfangen, es mit der Barbarei zu hal⸗ ten, und die Staatsweisheit in Verruf kommt. Still! hier ſehe ich Ermel und den Andern..

(Diomedes und Troilus treten auf.) Troil. Flieh nicht! denn ſchirmte dich die Fluth des

Styr, Ich ſchwoͤmme nach! Diom. Ruͤckzug iſt keine Flucht; Ich fliehe nicht; aus guter Vorſicht nur Entzog ich mich der uͤberlegnen Zahl. Nun ſieh dich vor! (ſie gehn fechtend ab.)

Therſ. Wehr' dich fur deine Metze, Grieche! Ficht fur deine Metze, Trojaner! Run gilt's die Krauſe! Nun gilt's die Krauſe!.