336 Troilus und Creſſida. A. V.
Calch. Sie kommt zu Euch.
(Troilus und ulyſſes kommen; und ſtellen ſich in den Hintergrund des Zelts; nach ihnen Therſites.)
Ulyſſ. Bleibt ſtehn, daß uns die Fackel nicht verrathe. (Creſſida tritt auf.)
Troil. Was, Creſſida, die zu ihm kommt? Diom. Wie gehts, mein Muͤndel? Creſſ. Lieber Vormund, hoͤrt,— Ein Wort mit Euch. (ſie ſpricht leiſe mit Diomed.) Troil. Und ſo vertraulich? Ulyſſ. Sie ſpielt Euch jedem auf beim erſten Anblick. Therſ. Und Jeder ſpielt ſie vom Blatt, wenn er den Schluͤſſel weiß; ſie iſt notirt. Diom. Willſt du dran denken? Creſſ. Dran denken? Ja! Diom. Nun gut, vergiß es nicht, Und laß die That zu deinen Worten ſtimmen. Troil. Was ſoll ſie nicht vergeſſen? Ulyſſ. Lauſcht! Creſſ. Nicht weiter Verlocke mich zur Thorheit, ſuͤßer Grieche! Therſ. O Ihr Geſindel! Diom. Nun dann,— Creſſ. Hoͤr mich an. Diom. Nichts, nichts du haͤltſt nicht
ort. Creſſ. Wirklich, es geht nicht Was verlangſt du denn? Therſ. Nen Diebesdietrich fuͤr geheime Faͤcher. Diom. Was haſt du zugeſagt? Was ſchwurſt du mir? Creſſ. Ich bitte dich, beſteh nicht auf den Schwur; Nur das begehre nicht, mein ſuͤßer Grieche! Diom. Gut Nacht! Troil. O Wuth! Ulyſſ. Still, Troer! Creſſ. Diomed—


