Teil eines Werkes 
Siebenter Theil (1832) Ende gut, alles gut
Entstehung
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Sz. 1. Troilus und Creſſida. 335

Achill. Bleibt, Vater Neſtor; Ihr auch, Diomed; Verweilt mit Hectorn hier auf ein paar Stunden.

Diom. Ich kann nicht, Prinz; mich ruft ein wichtiges Geſchäft, das dringend mahnt. Gut Nacht Held Hector. Lect. Gebt mir die Hand⸗

Utyſſ.(zu Troilus.) Er geht zu Calchas Zelt, folgt ſei⸗

ner Fackel; Ich geb' Euch das Geleit. Troil. Viel Ehre, Herr! Zect. Run dann, gut Nacht! Achill. Kommt, tretet in mein Zelt. Cſie gehn nach verſchiedenen Seiten ab.) Therſ. Der Diomed da iſt ein falſcher Schurke, eine recht tuckiſche Beſtie. Ich traue ihm ſo wenig, wenn er von der Seite ſchielt, als einer Schlange wenn ſie ziſcht: er hat ein ſo weites freigebiges Maul fuͤr Verſprechungen, wie ein kläffender Hund? aber wenn er ſie erfuͤllt, prophe⸗ zeien die Sterndeuter daraus; es iſt ein Wunderzeichen das eine Umwälzung ankuͤndigt; die Sonne borgt vom Monde, wenn Diomed Wort haͤlt. Ich will lieber den Hector nicht ſehn, als dieſem nicht nachſpuͤren; man ſagt, er haͤlt ſich eine trojaniſche Metze, und der Verraͤther Cal⸗ chas leiht ihm ſein Zelt: ich will ihm nach. Nichts als Unzucht! lauter liederliche Spitzbuben!

C(geht ab.)

Zweite Szene. Calchas Zelt⸗ (Diomedes tritt auf.)

Diomedes. Heida! ſeyd Ihr noch wach hier? Holla! ſprecht! Calch. Wer ruft hier? 5 Diom. Diomed. S iſt Calchas denk' ich. Wo iſt Eure Tochter?