Teil eines Werkes 
Siebenter Theil (1832) Ende gut, alles gut
Entstehung
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52 Ende gut, Alles gut. A. III.

Wittwe. Dann ſollt Ihr einen tapfern Landsmann

ſehn, Der ſich viel Ruhm erwarb. 7 Zel. Sein Nam', ich bitt' Euch?

Diangs. Der Graf von Sei kennt Ihr ihn

hon?

Zel. Von Hoͤrenſagen; und man ruͤhmt ihn ſehr; Geſehn hab' ich ihn nie.

iena. Wie er auch ſey, Hier gilt er viel. Er floh aus Frankreich heimlich, Erzaͤhlt man, weil der Koͤnig ihn vermaͤhlt Entgegen ſeiner Neigung. Iſt das wahr?

Bel. Ja wohl iſts wahr! Ich kenne ſeine Frau.

Diana. Hier iſt ein Edelmann in ſeinem Dienſt, Der ſpricht gering von ihr.

Hel. Wie heißt der Mann?

Diana. Monſieur Parolles.

Zel. Nun, ich geb ihm Recht; Denn in Betracht der Wuͤrd' und Trefflichkeit Des hohen Grafen ſelbſt iſt ſie zu niedrig Um oft genannt zu ſeyn. All' ihr Verdienſt Iſt ſtrenge Sittſamkeit; und dieſe hoͤrt“ ich Noch nie in Zweifel ziehn. iana. Ach, arme Dame! Das nenn' ich bittre Qual, vermaͤhlt zu ſeyn Dem Mann, der uns verabſcheut!—

Wittwe. Gewiß! Das liebe Kind! Wo ſie auch ſey, Sie muß viel dulden. Seht, dieß Maͤdchen konnt' ihr Gefaͤhrlich werden, wollte ſie's.

Zel. Wie meint Ihr?

Stellt der verliebte Graf vielleicht ihr nach In unerlaubter Abſicht?

Wittwe. Ja, das thut er, Und lockt mit allem, was in ſolcher Werbung Der zarten Ehre eines Maͤdchens droht. Doch ſie iſt auf der Hut, und haͤlt ihn ab Mit hoͤchſt bewährter Tugend.

(Bertram, Parolles. Soldaten marſchiren über die Bühne.)

War. Gott verhuͤt' auch Daß es je anders ſey! Wittwe. Sie kommen jetzt:—