„dann nenne mich Gemal: aber dieſes Dann iſt ſoviel „als Nie.“ S 4 ein eitehn räfin. Habt Ihr den Brief gebracht, Ihr Herrn? 1. Edelm. Ja, Graͤfin; Um ſolchen Inhalt reut uns unſte Muͤh. Gräfin. Ich bitt' dich, Liebe, faſſe beſſern Muth. Leg' nicht Beſchlag auf Alles Leid fuͤr dich, 2 Sonſt raubſt du meine Haͤlfte. Er war mein Sohn; Allein ich waſch' ihn weg aus meinem Blut, Und nenne dich mein einzig Kind. Nach Fiorenz Iſt er gegangen? 2. Edelm. Ja. Gräfin. Im Feld zu dienen? 2. Edelm. Das iſt ſein edler Vorſatz; und gewiß, Der Herzog wird ihm alle Ehr' erweiſen, Die ihm gebuͤhrt. Graͤfin. Kehrt Ihr dahin zuruͤck? 1. Edelm. Ja, Gräfin, mit der Eile ſchnellſtem
Frankreich.“— »S iſt bitter! Graͤfin. Schreibt er das? Zel. Ja, gnaͤdge Frau. 1. Edelm. Vielleicht'ne Kuͤhnheit nur der Hand,
von der Sein Herz nichts weiß. Graͤfin. Bis er kein Weib hat, hat er nichts in Frank⸗ eich
r Ich weiß in Frankreich nichts zu gut fuͤr ihn, Als ſie allein; und ihr gebuͤhrt ein Mann, Dem Zehn ſo rohe Knaben dienen ſollten, Sie ſtuͤndlich Herrin nennend. Wer war mit ihm? 1. Edelm. Nur ein Bedienter, und ein Cavalier Den ich ſeit kurzem kenne. Graäfin. Iſts Parolles? 1. Edelm. Ja, gnaͤdge Frau. Graͤfin. Ein ſehr S Burſch, und voller Bos⸗ eit;
Mein Sohn verdirbt ſein gut geariet Herz Durch ſeinen ſchlechten Rath.
46 Ende gut, Alles gut. A. MI.
„von deinen Schooß geboren, zu dem ich Vater bin;
Flug. Zel.„Bis ich kein Weib hab⸗, hab⸗ ich nichts in


