II.
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Sz. 2. Ende gut, Alles gut. 45
„Ihr werdet hoͤren, ich ſey davon gegangen; erfahrt es „durch mich, eh der Ruf es Euch meldet. Wenn die Welt „breit genug iſt, werde ich mich in weiter Entfernung hal⸗ „len. Mit kindlicher Hochachtung Euer ungluͤcklicher Sohn „Bertram.“—
Das iſt nicht recht, unbaͤndiger, raſcher Knabe!—
Die Gunſt zu meiden ſolches guten Herrn,
Und auf dein Haupt zu ſammeln ſeinen Zorn,
Die Braut verſtoßend, die ſo edel iſt,
Daß Kaiſer ſelbſt ſie nicht verſchmaͤhten!—
(Der Narr kommt zurück.)
Warr. O, gnaͤdige Frau, dranßen giebts betruͤbte Neuiakeiten zwiſchen zwei Soldaten und der jungen Graͤfin.
Graͤfin. Was iſt?
Warr. Freilich, etwas Troſt iſt in den Reuigkeiten, etwas Troſt; Eu'r Sohn wird nicht ſo bald umkommen als ich dachte.
Graͤfin. Woran ſollt' er denn umkommen?
Marr. Das denk' ich auch, gnaͤdige Frau, wenn er davonlaͤuft, wie ich höre daß er thut: die Gefahr iſt im Zuſammenbleiben; denn dadurch gehn Kinder auf, und Maͤnner drauf.— Hier kommen welche, die Euch mehr ſagen werden: ich meines Theils weiß nur, daß der junge Graf davon gegangen iſt.
(Helena und zwei Edelleute treten auf.)
1. Edelm. Gott gruͤß Euch, edle Graͤfin. Bel. O Graͤfin, mein Gemal iſt hin, auf immer hin! 2. Edelm. Sagt das nicht! Graäfin. Sey nur Siſ Ich bitt' Euch, edle Herrn, Mich traf ſo mancher Schlag von Freud' und Gram, Daß beider plotzlich ſchreckende Erſcheinung Mich kaum entmuthigt. Sagt, wo iſt mein Sohn? 2. Edelm. Er gieng zum Dienſt des Herzogs von Florenz; Wir trafen ihn hinreiſend, als wir ie Von dort; und wie der Hof uns nur entlaͤßt, Gehn wir dahin zuruͤck. Fel. Seht dieſen Brief! Das iſt mein Reiſepaß! „Wenn du den Ring an meinem Finger erhalten kannſt, „der niemals davon kommen ſoll; und mir ein Kind zeigen,


