Teil eines Werkes 
Siebenter Theil (1832) Ende gut, alles gut
Entstehung
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Sz. 2. Ende gut, Alles gut. 47

1. Edelm. Recht, edle Graͤfin. Der Burſch hat viel zu viel von dem, was hindert Daß viel aus ihm je werde.

Graͤfin. Seyd willkommen Ihr Herrn! Ich bitt' Euch, ſagt doch meinem Sohn, Es koͤnn' ihm nie ſein Schwerdt die Ehr' erringen Die er verliert: noch weitres bitt' ich Euch Ihm ſchriftlich mitzubringen.

2. Edelm. Zaͤhlt auf uns; Euch hierin, wie im wichtigſten zu dienen.

Gräfin. Nicht dienen; Freunde mir, wie ich die Eure. Woltt Ihr nicht naͤher treten?

(die Gräfin und die beiden Edelleute gehn ab.) Zel.„Bis ich kein Weib eht hab ich nichts in Frank⸗ rei

h. Er hat in Frankreich nichts, bis er kein Weib hat! Du ſollſt keins haben, Bertram, keins in Frankreich, Dann haſt du wieder Alles. Armer Graf!

Bin ichs, die dich aus deiner Heimath jagt,

Der Glieder zarten Bau dem Zufall Preis giebt Des ſchonungsloſen Kriegs? bin ichs, die dich Vertreibt vom luſt'gen Hof, wo ſchoͤne Augen Nach dir gezielt, um jetzt im Schuß zu ſtehn Dampfender Feuerſchluͤnd'? O bleir'ne Boten

Die auf des Blitzes Haſt verwundend fahren, Fliegt andre Bahn; theilt die gleichguͤlt'ge Luft Die ſingt wenn ihr ſie trefft! Nicht Ihn beruͤhrt! Wer nach ihm ſchießt, den hab ich hingeſtellt: Wer anlegt auf ſein heldenmuͤthig Herz,

Den hab' ich Meuchelmoͤrderin gedungen;

Und tödt' ich ihn nicht ſelbſt, war ich doch Urſach Daß ſolcher Tod ihn traf. Viel beſſer wär's,

Den Loͤwen faͤnd' ich, wenn er ſchweifend bruͤllt Im ſcharfen Drang des Hungers; beſſer waͤrs Daß alles Elend, das Natur umfaßt

Mein wuͤrd' auf Eins. Kehr wieder, Ronſſillon, Von dort, wo Ehr aus der Gefahr ſich meiſt

Nur Narben holt, und alles oft verliert.

Ich geh: mein Bleiben halt von hier dich fern,

Und dazu blieb' ich? Nimmermehr? Ob auch Des Paradieſes Luft dieß Haus umwehte,