Teil eines Werkes 
Siebenter Theil (1832) Ende gut, alles gut
Entstehung
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S. 5. Ende gut, Alles gut. 41

Laf. Ein verſtaͤndiger Reiſender gilt etwas gegen das Ende der Mahlzeit; aber Einen, der drei Drittheile lugt, und Eine bekannte Wahrheit als Paß fuͤr tauſend Wind⸗ beuteleien braucht, ſollte man einmal anhoͤren, und dreimal abpruͤgeln. Gott behuͤt Euch, Hauptmann.

Bert. Giebt es irgend eine Mißbelligkeit zwiſchen dieſem edlen Herrn, und Euch, Monſieur?

Par. Ich weiß nicht, wie ichs verdient habe, in Seiner Gnaden Ungnade zu fallen.

Laf. Ihr ſeyd Hals uͤber Kopf mit Stiefeln und Spo⸗ ren hinein gerennt, wie der Burſch, der in die Mehlpaſtete ſprang: und Ihr werdet wohl ehr wieder herauslaufen, als Rede ſtehn, warum Ihr drin verweilt.

Bert. Ihr habt ihn wohl nicht recht gewuͤrdigt, gnaͤ⸗ diger Herr.

Laf. Das wird auch nie geſchehn, ſelbſt wenn ich ihn beim Hochwuͤrdigſten traͤfe. Lebt wohl, Herr Graf, und glaubt mir, in dieſer tauben Nuß kann kein Kern ſtecken: die Seele dieſes Menſchen ſitzt in ſeinen Kleidern. Traut ihm nicht in wichtigen Angelegenheiten; ich habe ſolches Volk zahm gemacht, und kenne ſeine Art. Goitt befohlen, Monſieur! ich habe beſſer von Euch geſprochen, als Ihrs um mich verdient habt, oder verdienen werdet; aber man ſoll Boͤſes mit Gutem vergelten.(ab.)

Par. Ein ſehr muͤßiger Schwaͤtzer, auf Ehre!—

Bert. Das ſcheint ſo.

Les Wie, Ihr kennt ihn nicht?

ert. O ja, ich kenn' ihn wohl; und allgemein Steht er in gutem Ruf.— Da kommt mein Kreuz!—

(Helena tritt auf.)

Zel. Ich habe, Herr, wie Ihr mirs anbefahlt Den Koͤnig ſchon geſehn, und ſeinen Urlaub ſchl⸗ Erhalten, gleich zu reiſen. Nur verlangt er Ein Wort mit Euch allein.

Bert. Ich folge dem Gebot. Nicht wundr' Euch dieß Betragen, Helena,

Das nicht die Farbe traͤgt der Zeit, noch leiſtet Was mir nach Pflichtgefuͤhl und Schuldigkeit Zunaͤchſt obliegt. Ich war nicht vorbereitet Auf dieſen Fall; drum bin ich uͤberraſcht Durch ſolch Verhaͤltniß: deshalb bitt' ich Euch Daß Ihr alsbald nach Hauſ' Euch hinbegebt,