Teil eines Werkes 
Siebenter Theil (1832) Ende gut, alles gut
Entstehung
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40 Ende gut, Alles gut. A. II.

Fuͤnfte Szene. Ebendaſelbſt. (Lafeu und Bertram treten auf.)

Lafen.

Ich hoffe doch, Euer Gnaden hält ihn nicht für einen

Soldaten? t Ja, edler Herr, und von ſehr bewaͤhrter Tap⸗ erkeit. Laf. Ihr habts aus ſeiner eignen Ueberlieferung. Bert. Und von manchen andern verbuͤrgten Zeugen. Laf. So geht meine Sonnenuhr nicht richtig; ich hielt dieſe Lerche fuͤr einen Spaz. Bert Ich verſichre Euch, gnädiger Herr, er iſt von tiefer Einſicht, und eben ſo vieler Tapferkeit.

Laf. So habe ich denn gegen ſeine Erfahrung geſun⸗

digt, und mich gegen ſeine Tapferkeit vergangen; und mein Zuſtand erſcheint um ſo gefaͤhrlicher, als ich noch zu keiner Reue in meinem Herzen gelangen kann. Hier kommt er: ich bitte Euch, verſoͤhnt uns wieder, ich will dieſe Freund⸗ ſchaft cultiviren.

(Parolles tritt auf.)

Par. Alles ſoll beſorgt werden, Herr. Laf. Ich bitt' Euch Herr; wer iſt ſein Schneider? Par. Herr?— Laf. O ich kenne ihn ſchon; Ja Herr, er iſt ein guter Nadelfuͤhrer, ein ſehr guter Schneider. Bert. Cbeiſeit.) Iſt ſie zum Koͤnig gegangen? Par. So eben. Bert. Will ſie heut Abend fort? Par. Wie Ihrs verlangt habt. Bert. Die Briefe ſind bereit, mein Geld verpackt, Beſtellt die Pferde,— und in dieſer Nacht, Anſtatt Beſitz zu nehmen von der Braut, Und eh' ich noch begann———