Sz. 4. Ende gut, Alles gut. 39
biſt du ein Schelm, das heißt, vor mir biſt du ein Schelm: ſo waͤrs die Wahrheit geweſen.
Par. Geh mir, du biſt ein witziger Narr, ich habe dich gefunden!
Narr. Habt Ihr Euch in mir gefunden, Herr? Oder hat man Euch gelehrt mich zu finden? Das Suchen, Herr, war von gutem Erfolg; und moͤgt Ihr doch noch recht viel Narrheit in Euch finden, zu aller Welt Ergoͤtzen und Foͤrdrung des Lachens.
Par. Ein guter Schelm und trefflich aufgefuͤttert.— Gräfin, mein gnaͤd'ger Herr verreiſt heut Nacht,
Hoͤchſt wichtige Geſchaͤfte rufen ihn. Den großen Anſpruch und der Liebe Vorrecht Erkennt er gern, als Pſlicht die Euch gebuͤhrt; Doch muß er ſie verſaͤumen, nothbedrangt. Ihr Aufſchub ſelbſt und Zoͤgern beut Euch Nectarz Die finſtre Zeit bereitet ihn als Troſt, Damit die Zukunft uͤberfließ' in Wonne Und Luſt bis an den Rand.
Zel. Was wuͤnſcht er ſonſt?
Par. Daß Ihr ſogleich vom Koͤnig Abſchied nehmt, Ihm dieſe Haſt als Eure Wahl bezeichnet, ünd unterſtutzt mit Gruͤnden, daß ſie glaublich Und dringend ſcheine.
Zel. Was noch mehr befiehlt er?
Par. Daß, wenn Ihr dieß erreicht, Ihr alſogleich Erwartet was er ferner von Euch wuͤnſcht.
Zel. In allen Stuͤcken harr' ich ſeines Winks.
Par. Das werd' ich melden.
Zel. Darum bitt' ich Euch. (Parolles geht.)
Komm, Freund. (Helena und der Narr geht ab.)


