Teil eines Werkes 
Siebenter Theil (1832) Ende gut, alles gut
Entstehung
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34 Ende gut, Alles gut. A. II.

Laͤcheln auf dieſen Bund; deß Heiligung

Raſch folgend dieſem neugeſchaffnen Frieden, Vor Nacht vollzogen ſey. Das Hochzeitmahl Verſchieben wir auf ſpaͤtre Zeit, erwartend

Die fernen Freunde. Wenn dein Herz ſie ehrt, So iſts von echter Treu, wo nicht, verkehrt.

(Alle gehn ab, bis auf Lafeu und Parolles, welche während der Zeit über das Vorgefallene geſtritten haben.)

Laf. Hoͤrt doch, Monſieur, ein Wort mit Euch!—

Par. Was ſteht zu Dienſt?

Laf. Euer Herr und Gebieter that wohl, daß er ſich zum Widerruf entſchloß.

Par. Zum Widerruf? Mein Herr? Mein Gebieter?

Laf. Freilich: Iſt das keine Sprache, die ich rede?

Par. Eine ſehr herbe, und kaum verſtaͤndlich ohne blu⸗ tige Explication. Mein Herr?

Seyd Ihr nicht der Begleiter des Grafen Rouſ⸗ tUon“

Par. Jedes Grafen; aller Grafen; aller Leute.

Laf. Aller Leute des Grafen: des Grafen, Herr, will ſchon mehr ſagen.

Par. Ihr ſeyd zu alt, Herr, laßt Euch genuͤgen; Ihr ſeyd zu alt!

Laf. Ich muß dir ſagen, Burſch, ich heiße Mann; das iſt ein Titel, zu dem das Alter dich nie bringen wird.

Par. Was ich allzuleicht wage, wag' ich nicht.

Laf. Ich hielt dich nach zwei Mahlzeiten fuͤr einen leidlich vernuͤnftigen Burſchen: Du machteſt ertraͤglichen Wind von deinen Reiſen; das mochte hingehn; aber die Wimpel und Faͤhnchen an dir brachten mich doch mehr als einmal davon ab, dich fuͤr ein Schiff von zu großer Ladung zu achten. Ich habe dich nun gefunden; wenn ich dich wieder verliere gilt mirs gleich; du biſt doch des Auf⸗ hebens nicht werth.

Par. Trügſt du nicht den Freibrief der Antiquitaͤt an

Laf. Stuͤrze dich nicht kopfuber in Aerger, du moch⸗ teſt ſonſt deine Pruͤfung beſchleunigen; und wenn