Teil eines Werkes 
Siebenter Theil (1832) Ende gut, alles gut
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Sz. 3. Ende gut, Alles gut. 33

Ehrwuͤrd'ger Namen laͤßt er als Vermaͤchtniß Vergeſſenheit und Staub. Folg meinem Ruf! Liebſt du dieß Maͤdchen, wie Natur ſie ſchuf,

Das andre ſchaff' ich: Weisheit, Reiz und Zier Hat ſie von Gott; Reichthum und Rang von mir.

Bert. Sie lieb' ich nicht, und ſtreb' auch nie danach⸗

Roͤn. Ungluͤck dir ſelber, ſtrebſt du mir entgegen!

Hel. Mich freut, mein Fuͤrſt, daß Ihr geneſen ſeyd; Das andre laßt!—

Roͤn. Zum Pfand ſteht meine Ehre: ſie zu retten Mag denn der Koͤnig ſprechen. Nimm ſie hin, Hochmuͤth'ger Juͤngling, unwerth ſolches Guts;

Der du in ſchnoͤder Mißachtung verkennſt So meine Gunſt wie ihr Verdienſt; nicht traͤumſt, Daß Wir, gelegt in ihre leichte Schale

Dich ſchnellen bis zum Balken; nicht begreifſt,

An Mir ſeys, deine Ehre da zu pflanzen

Wo uns ihr Wachſen frommt. Brich deinen Trotz! Folg' unſerm Willen, der dein Wohl bezweckt: Mißtraue deinem Stolz, und augenblicks

Juͤg' dich zu eignem Gluͤck dem Lehnsgehorſam,

Den deine Pflicht und Unſre Macht erheiſcht:

Sonſt ſchleudr' ich dich aus meiner Gunſt fuͤr immer In den rathloſen Abſturz, und den Schwindel

Der Jugend und der Thorheit; Haß und Rach Loslaſſend wider dich im Lauf des Rechts,

Taub jeglichem Erbarmen. Sprich! Gieb Antwort!—

Bert. Verzeiht mir, gnaͤd'ger Herr, denn meine Nei⸗

gung Soll Euerm Wink ſich fuͤgen. Ueberleg' ich Welch große Schoͤpfung, welches Maaß von Ehre Folgt Euerm Wort; ſo find' ich ſie, noch juͤngſt Gering in meinem Wahne, jetzt geprieſen Vom Koͤnig ſelbſt: und ſo durch Ihn geadelt Als waͤr' ſie ebenbuͤrtig. Roͤn. Reich' die Hand ihr, Und nenne ſie dein Weib: und ich verheiße Vollwichtigen Erſatz, der deinen Reichthum Noch uͤberbieten ſoll. Bert. Gieb mir die Hand.— Ron. Freundliches Gluͤck, und deines Koͤnigs Gunſt VII. 3