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Sz.3. Ende gut, Alles gut. 31
Haͤtt' ich ſo friſche Zaͤhn' als dieſe Knaben, Und auch von Bart nicht mehr.
Roͤn. Betrachte ſie; Nicht Einer, der nicht ſtammt aus edlem Blut.
Hel. Geehrte Herrn,
Gott hat durch mich den Koͤnig hergeſtellt.
Alle. Wir hoͤrtens, und wir danken Gott fuͤr Euch.
Zel. Ich bin ein einfach Maͤdchen; all' mein Reichthum Iſt, daß ich einfach mich ein Maͤdchen nenne.—
Mit Eurer Hoheit Gunſt, ich bin zu Ende: Die Wangen, ſchamgeruͤthet, fluͤſtern mir: „Wir gluͤhen, daß duwaͤhlſt; wirſtdu verworfen, „Wird bleicher Tod fuͤr immer auf unsthronen, „Nie kehrt das Noth zuruͤck.“
Roͤn. Dein Wahlrecht uͤbe; Wer dich verſchmaͤht, verſchmaͤht auch meine Liebe.
Hel. So ſlieh ich, Diana, deine Weihaltaͤre Und meine Seufzer richt' ich an die hehre Hochheil'ge Liebe.— Kennt Ihr mein Geſuch?—
1. Edelm. Ja, und gewaͤhr's.
Zel. Habt Dank! Damit genug.
Laf. Ich moͤchte lieber hier zur Wahl ſtehn, als alle Aß fuͤr mein Leben wuͤrfeln.
Zel. Der Stolz, der Euch im edlen Ange flammt, Hat mich, noch eh' ich ſprach, zu ſtreng verdammt:
Euch ſey ein zehnfach hoͤhres Gluͤck beſcheert, Das hoͤhre Lieb' als meine Euch gewaͤhrt.
2. Edelm. Kein beßres wuͤnſch' ich.
Zel. Moͤg' Euch nimmer fehlen Cupido's Gunſt: ſo will ich mich empfehlen.
Laf. Schlagen Alle ſie aus? Wenn das meine Soͤhne waͤren, ich ließe ſie peitſchen, oder ſchickte ſie zu den Tuͤr⸗ ken, um Verſchnittne draus zu machen.
Zel. Sorgt nicht; ich laſſe Eure Hand ſchon fahren; Ich will Euch die Verlegenheit erſparen.
Heil Eurer Wahl! Eur Lieben zu begluͤcken Moͤg' eine ſchoͤn're Braut Eur Lager ſchmuͤcken.
Laf. Das junge Volk iſt von Eis, keiner will ſie: ganz gewiß u ſie engliſche Baſtarde; Franzoſen haben ſie nicht gezeugt.
Fel. Ihr ſeyd zu jung, zu glucklich, und zu gut,
Ich wuͤnſch' Euch keinen Sohn aus meinem Blut.
4. Edelm. Schoͤne, ſo denk' ich nicht.


