Sz. 3. Ende gut, Alles gut. 19
Iſt ein Arcan verzeichnet, vielerprobt Als Gegenmittel jener Todeskrankheit, An der der Koͤnig ſchwindet. Gräfin. Dieß beſtimmte Dich nach Paris zu gehn? Zel. Der junge Graf ließ mich daran gedenken, Sonſt haͤtten wohl Paris, Arznei und Koͤnig In meiner Seele Werkſtatt keinen Eingang Gefunden. Gräfin. Glaubſt du wirklich, Helena, Wenn du ihm dein vermeintes Mittel boͤtſt, Er werd' es nehmen?— Er, und ſeine Aerzte Sind Eines Sinn's: Er, Keiner koͤnn⸗ ihm helfen, Sie, keine Huͤlfe geb' es. Wie vertraut' er Nem armen Maͤdchen, wenn die Schule ſelbſt In ihrer Weisheit Duͤnkel, die Gefahr Sich ſelber uͤberlaͤßt? Zel. Mich treibt ein Glaube Mehr noch als meines Vaters Kunſt,—(des groͤßten In ſeinem Fach,)— daß ſein vortrefflich Mittel, Auf mich vererbt, von gluͤcklichen Geſtirnen Geheiligt werden ſoll: und will Eu'r Gnaden Mir den Verſuch geſtatten, ſetz' ich gern Mein Haupt zum Unterpfand fuͤr unſres Herrn Geneſung zur beſtimmten Zeit. Gräfin. Das glaubſt du? Bel. Ja, gnaͤd'ge Frau, gewißlich. Gräfin. Nun, wohlan: Erlaubniß geb' ich dir, mit Kunſt, und Gunſt, Gold, und Gefolg', und Gruß an meine Freunde Zieh' an den Hof: ich bleib' indeß daheim, Und fleh' um Gottes Segen fur dein Werk: Auf Morgen geh, und glaub mit Zuverſicht, Wo ichs vermag, fehlt dir mein Beiſtand nicht. (Beide gehn ab.)
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