Teil eines Werkes 
Siebenter Theil (1832) Ende gut, alles gut
Entstehung
Einzelbild herunterladen

10 Ende gut, Alles gut. A. I.

3 w eb te S ene Paris.

(Trompeten und Zinken. Der König von Frankreich, einen Brief in der Hand, und mehrere Lords treten auf.)

Roͤnig. Florenz und Siena ſind ſchon handgemein; Die Schlacht blieb unentſchieden, und der Krieg Wird eifrig fortgeſetzt. 1. Lord. So wird erzaͤhlt. Roͤn. So weiß man's ſchon gewiß. Hier meldet uns Die ſichre Nachricht unſer Vetter Oeſtreich, Und fuͤgt hinzu, wie uns um ſchnellen Beiſtand Florenz erſuchen wird: es warnt zugleich Mein theurer Freund uns im Voraus, und hofft Wir ſchlagen's ab. 1. Lord. Sein Rath und ſeine Treu, So oft erprobt von Eurer Majeſtaͤt, Verdienen vollen Glauben. Roͤn. Er beſtimmt uns; Florenz iſt abgewieſen, eh es wirbt. Doch unſern Rittern, die ſich ſchon geruͤſtet Zum Feldzug in Toscana, ſtell' ich frei, Nach ihrer Wahl, hier oder dort zu fechten. 1. Lord. Erwuͤnſchte Schule unſrer edeln Jugend, Die ſich nach Krieg und Thaten ſehnt. Roͤn. Wer kommt?

(Bertram, Lafeu und Parolles treten auf.)

1. Lord. Graf Rouſſillon, mein Fuͤrſt, der junge Ber⸗ tram. Ron. Juͤngling, du traͤgſt die Zuͤge deines Vaters. Die guͤtige Natur hat wohlbedacht. Nicht uͤbereilt, dich ſchoͤn geformt: ſey drum Auch deiner vaͤterlichen Tugend Erbe! Willkommen in Paris. Bert. Mein Dienſt und Dank ſind Eurer Majeſtät. Roͤn. O haͤtt' ich jetzt die Fuͤlle der Geſundheit,