Teil eines Werkes 
Sechster Theil (1831) Titus Andronicus
Entstehung
Einzelbild herunterladen

318 Die Comoͤdie der Irrungen. A. W.

romio von Syracus kommt vom Hafen.)

Drom. v. S. Herr,'s iſt ein Schiff aus Epidam⸗ nus da, Das nur noch wartet bis Rheder kommt, Und dann die Anker lichte ſre Fracht Hab' ich an Bord gebra eingekauft Das Oehl, den Balſam und den Aquavit. Das Schiff iſt ſegelfertig, luſt'ger Wind Blaͤſt friſch vom Ufer, und ſie warten nur Auf ihren Rheder Herr, und auf uns beide. Ant. v. K. Was, ein Verkbäckter noch? du dummes Schaf, Welch Schiff von Epidamnus wartet mein? Drom. v. S. Das Sif Ihr zur Ueberfahrt eſtellt! Ant. v. E. Du See Ich hab'nen Strick eſtellt, Ich ſagte dirs, zu welchem Zweck und Ende! Drom. v. S. Ihr haͤttet um ein Ende Strick geſchickt? Ihr ſchicktet mich zum Hafen um ein Schiff! Ant. v. E. Daruͤber ſprechen wir zur beß'rer Zeit, Und lehren deine Ohren beſſer hoͤren. Zu Adriana, Schlingel, lauf' in Eil, Bring ihr den Schluͤſſel; ſag ihr, in dem Pult Der mit dem tuͤrkſchen Teppich zugedeckt, Sey eine Boͤrſe Gold: die laß dir geben: Sag ihr, ich ſey verhaftet auf der Straße, Und dieß mein Loͤſegeld: nun eil' dich, Burſch. Jetzt ins Gefaͤngniß, Haͤſcher, bis er kommt. (alle geht ab, außer Dromio. Drom. v. S. Zu Adriana? Das iſt, wo wir ſpeiſten; Wo Amaryllis mich zum Mann verlangt? Sie iſt zu dick fuͤr mein Umarmen, hoff' ich! Doch muß ich hin, obſchon ſehr wider Willen; Ein Diener ſoll des Herrn Gebot erfuͤllen. (geht ab.)