Teil eines Werkes 
Fünfter Theil (1831) Coriolanus
Entstehung
Einzelbild herunterladen

20 Coriolanus.

So unterſcheiden, wie ich Marcins Stimme Von jedem ſchwaͤchern Laut. Mare. Komm' ich zu ſpät? Com. Ja, wenn du nicht in fremdem Blut In eignem kommſt.

A. I.

gekleidet,

Warc. O! laßt mich Euch umſchlingen

Mit kraͤft'gen Armen, wie als Braͤutigam, Mit frend'gem Herzen, wie am Hochzeitstag, Als Kerzen mir zu Bett geleuchtet.

Com. O! Mein Kriegesheld, wie geht's dem Titus Lartins

2

Warc. Wie einem, der geſchaͤftig Urtheil ſpricht, Zum Tode den verdammt, den zur Verbannung,

Den frei laͤßt, den beklagt, dei andern droht. Er haͤlt Corioli im Namen Roms,

So wie ein ſchmeichelnd Windſpiel an der Leine,

Die er nach Willkuͤhr loͤſt.

Com. Wo iſt der Sclav, Der ſprach, ſie ſchluͤgen Euch zuruͤck in's Lager? Wo iſt er? Ruft ihn her.

Marc. Nein, laßt ihn mur.

Die Wahrheit ſprach er; doch die edlen Herrn,

Das niedre Volk,(Verdammt! fuͤr ſie Tribunen

Die Maus laͤuft vor der Katze nicht, wie ſie

Vor Schuften rannten, ſchlechter als ſie ſelbſt. Com. Wie aber drangt Ihr durch?

Warc. Iſt zum Erzaͤhlen Zeit? Ich denke nicht

Wo iſt der Feind? Seyd Ihr des Feldes Herr? Wo nicht, was ruht Ihr, bis Ihr's ſeyd?

Wir fochten mit Verluſt, und zogen uns Zuruͤck, den Vortheil zu erſpaͤh'n. MWare. Wie ſteht ihr Heer? Wißt Zhe

Die beſte Mannſchaft iſt?

5

Com. O Marcius!

uf welcher ite 4

Com. Ich glaube, Marcius,

Im Vordertreffen kaͤmpfen die Antiaten,

Ihr beſtes Volk, Aufidius fuͤhrt ſie an,

Der ihrer Hoffnung Seel und Herz. Marc. Ich bitt' di

Bei jeder Schlacht, in der vereint wir fochten,

ch,

Bei dem vereint vergoßnen Blut, den Schwuͤren,

Uns ewig tren zu lieben; ſtell mich grade