Teil eines Werkes 
Fünfter Theil (1831) Coriolanus
Entstehung
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Sz. 4. Coriolanus. 15

Eure Leinwand waͤre ſo empfindlich wie Euer Finger, ſo wuͤrdet Ihr aus Mitleid aufhoͤren ſie zu ſtechen. Kommt, Ihr muͤßt mit gehn.

Pirg. Nein, Liebe, verzeiht mir; im Ernſt, ich werde nicht ausgehn.

Val. Ei wahrhaftig! Ihr muͤßt mit gehn: dann will auch herrliche Neuigkeiten von Eurem Gemahl erzaͤhlen.

Pirg. O, liebe Valeria! es koͤnnen noch keine gekom⸗ men ſeyn.

Pal. Wahrlich! ich ſcherze nicht mit Euch; es kam ge⸗ ſtern Abend Nachricht von ihm.

Pirg. In der That?

Val. Im Ernſt, es iſt wahr; ich hoͤrte einen Senator davon erzaͤhlen. So war es: Die Volsker haben ein Heer ausruͤcken laſſen, welchem Cominins der Feldherr mit einem Theil der roͤmiſchen Macht entgegen gegangen iſt. Euer Gemahl und Titus Lartius belagern ihre Stadt Co⸗ rioli, ſie zweifeln nicht daran ſie zu erobern, und den Krieg bald zu beendigen. Dieß iſt wahr, bei meiner Ehre; und nun bitte ich Euch, geht mit uns.

Virg. Verzeiht mir, gute Valeria, kuͤnftig will ich Euch in allein andern gehorchen.

Pol. Ei, laßt ſie, Liebe. Wie ſie jetzt iſt, wuͤrde ſie nur unſer Vergnuͤgen ſtoͤren.

Pal. Wirklich, das glanbe ich auch. So lebt denn wohl. Kommt, liebe, theure Frau. Ich bitte dich, Vir⸗ gilia, wirf deine Feierlichkeit zur Thär hinaus und geh noch mit.

Virg. Nein, auf mein Wort, Valeria. In der That, ich darf nicht: Ich wuͤnſche Euch viel Vergnuͤgen.

Val. Gut, ſo lebt denn wohl. QAlle ab).

Vierte Szene.

(Mit Trommeln und Fahnen treten auf Marcius, Titus Lartius, Anführer, Krieger. Zu ihnen ein Bote.)

Warcius.

Ein Bote kommt. Ich wett', es gab ein Treffen. Tit. Mein Pferd an Eures: Nein.

Warc. Es gilt.