Teil eines Werkes 
Fünfter Theil (1831) Coriolanus
Entstehung
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12 Coriolanus. 2. 1.

Erkannt' ihn Rom, ſo ſcheint's: durch die Entdeckung Wird unſer Ziel geſchmaͤlert; welches war, Zu nehmen manche Stadt, eh ſelbſt die Roͤmer Bemerkt, daß wir im Gang. 2. Sen. Edler Aufidius, Nehmt Eure Vollmacht, eilt zu Euren Schaaren, Laßt uns zuruͤck, Corioli zu ſchuͤtzen; Belagern ſie uns hier, kommt zum Entſatz Mit Eurem Heer zuruͤck; doch ſollt Ihr ſehn, Die Ruͤſtung gilt nicht uns. Auf. O! zweifelt nicht: Ich ſprech' aus ſichrer Nachricht. Ja noch mehr, chon ruͤckten ein'ge Roͤmer⸗Haufen aus, Und nur hieherwaͤrts. Ich verlaß' euch, Väter. Wenn wir und Cajus Marcius uns begegnen, So iſt geſchworen, daß der Kampf nicht endet, Bis einer faͤllt. Alle Sen. Die Göͤtter ſey'n mit Euch! Auf. Sie ſchirmen Eure Ehren. 1. Sen. Lebt wohl! 2. Sen. Lebt wohl! Auf. Lebt wohl! CAue ab.)

Dritte Szene. (Volumnia und Virgilia ſitzen und nähen). Volumnia.

Ich bitte dich, Tochter, ſinge; oder ſprich wenigſtens troſtreicher; waͤre mein Sohn mein Gemahl geweſen, ich wuͤrde mich lieber ſeiner Abweſenheit erfrenen, durch die er Ehre erwirbt, als den Umarmungen ſeines Bettes, in de⸗ nen ich ſeine Liebe erkannte. Da er noch ein zarter Knabe war, und das einzige Kind meines Schooßes; da Jugend und Anmuth gewaltſam alle Blicke auf ihn zogen, als die tagelangen Bitten eines Koͤnigs einer Mutter nicht eine einzige Stunde ſeines Anblicks abgekauft hätten; ſchon da⸗ mals, wenn ich bedachte, wie Ehre ſolch ein Weſen zie⸗ ren wuͤrde; und daß es nicht beſſer ſey als ein Gemaͤlde, was an der Wand haͤngt, wenn Ruhmbegier es nicht be⸗ lebte, war ich erfreut, ihn da Gefahren ſuchen zu ſehn,