Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1830) König Richard der Dritte
Entstehung
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Anmerkungen 347

Heinrich der Sechſte. Zweyter Theil.

Im Jahr 1599 oder 1600 arbeitete der Dichter dieſes Schau⸗ ſpiel, welches er ſchon 1590 geſchrieben hatte, wieder um. Dieſe neue Bearbeitung machte jetzt eben ſo viel Gluͤck beym Publikum, als die fruͤhern, und dieß veranlaßte den Verleger der fruͤheren Werke Shakſpeare's die aͤltern Schauſpiele unter dem Titel: The Contention of the two famous Houses Vork and Lancaster, 1600 dem Druck zu uͤbergeben.

Der Erſte Theil Heinrichs erſchien erſt 1623 in der erſten folio, und dieß iſt eins der Hauptargumente, die Malone braucht, um dieß Schauſpiel unſerm Dichter voͤllig abzuſprechen, obgleich dieß allein, da Heminge und Condell, alte Freunde und Cameraden des Dichters, die ſeine Arbeiten wohl kennen mußten, die Herausgeber der folio waren, mehr gilt, als alle neu erho⸗ benen Zweifel. Dieſer erſte Theil wurde zwar, wie es ſcheint, im Globus ſelbſt, von der Geſellſchaft Shakſpeare's, nicht wieder geſpielt. um 1592 hatte er allgemeinen Beyfall gefunden, jetzt mochte er veraltet ſeyn. Vielleicht hatte die andre Geſellſchaft auch, die ihn damals geſpielt, ihr Recht nicht aufgeben wollen, weil er noch beliebt ſeyn mochte. Es kam hinzu, daß der Schau⸗ ſpieler, der den Talbot mit ſo vielem Applaus geſpielt hatte, nur von kleiner Statur war. Einen tragiſchen Schauſpieler von dieſer Kleinheit beſaß wohl die Geſellſchaft des Globus nicht, und wie der Dichter ihn als kleinen Mann bezeichnet, ſo war die Stadt auch wohl zu ſehr daran gewoͤhnt, ihn als ſolchen zu ſehn, ſo daß der Hichter ſchon dieſes Charakters wegen ſein Stuͤck vielleicht nicht von neuem umarbeiten mochte.

pag. 252. 3 4. v. u. Halme! Helme! Im Origi⸗ nal sallet, das Salat und auch, vom ſpaniſchen celada wohl, einen ganzen Helm, mit Viſier, bedeutet.

Heinrich der Sechſte. Dritter Theil.

Fur diejenigen Leſer, welche die vier Baͤnde beſitzen, welche Steevens 1766 drucken ließ, und die die 20 Stuͤcke enthalten, die ſchon vor 1623 in Quart erſchienen waren, iſt es intereſ⸗ ſant, die fruͤhere Arbeit Shakſpeares mit dieſer ſeiner reiferen Zeit zu vergleichen. Nichts kann ſo belehrend ſeyn, als aus zwey verſchiedenen Zeiten das Werk eines ſo großen und vollen⸗ deten Dichters mit unbefangenem Auge anzuſehn: waͤre es auch nur, um ſeine Fortſchritte zu meſſen. Dieſe vier Baͤnde der

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