Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1830) König Richard der Dritte
Entstehung
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Anmerkungen. 345

und er faſelte von gruͤnen Feldern. Die Folio, in welcher allein ſich dieſe Stelle ſindet, lieſet ganz unverſtändlich: for his nose was as sharp as a pen, and a table ofgreen fields. Dafuͤr leſen die meiſten Editoren nun mit Theobald: andhe pabbled of green fields. Dies wuͤrde ſich recht gut auf das in heißen Klimaten gewoͤhnliche Seefieber, ealeuture ge⸗ nannt, beziehen laſſen, wo die Ser fuͤr gruͤne Felder angeſehen wird, und konnte wohl als Symptom der Aufloͤſung gelten, wie das hippokratiſche Geſicht, das Flockenleſen kc. Doch in der ueberſetzung wurden dieſe Worte lieber ausgelaſſen.

pag. 82. 3. 13. v. v. Wennjetzt der Feldherru. ſ. w. Eſſer, der damals das Commando der Armee in Irland hatte. Es iſt bekannt, wie dieſer vom Volk vergoͤtterte und von allen Dichtern und Schriftſtellern ſeiner Zeit geprieſene Held bald dar⸗ auf, aber unter ganz andern umſtaͤnden, als hier angedeutet wurden, zu ſeinem Ungluͤck nach England und London zuruͤck⸗ kehrte. Rach ſeinem Proceſſe, als Heinrich V. zuerſt gedruckt wurde, blieben deshalb alle Verſe des Chorus weg, weil der Dichter wohl dieſe Stelle nicht ausſtreichen mochte, wie er leicht gekonnt hätte, ohne dem Verſtaͤndniß zu ſchaden.

Heinrich der Sechſte. Erſter Theil.

Die drei Theile, die das Leben des ſechſten Heinrich enthal⸗ ten, gehoͤren zu den allerfruͤheſten Arbeiten des Dichters, und man irrt wohl nicht, wenn man ſie 1589 und 1590 in die Zeit⸗ ordnung ſeiner Werke ſtellt.

Es iſt jetzt, wie es ſcheint, bei allen engliſchen Kritikern, die ſich haben vernehmen laſſen, eine ausgemachte Sache, daß der Erſte Theil dieſes Heinrich durchaus nicht von unſerm Dich⸗ ter herruͤhre, und der zweite und dritte nur Ueberarbeitung frem⸗ der Arbeit ſeyo. Auch Drake, der ſich die Miene des gruͤndlichen Forſchers giebt, tritt dieſer Meynung bey, die ganz unhaltbar iſt, obgleich Malone eine lange Abhandlung und Unterſuchung dieſem Gegenſtande widmete, in welcher er auf ſeine pedantiſche und geſchmackloſe Art das Thema hoͤchſt ermuͤdend durchfuͤhrt. Dieſer voͤllig unkritiſche Aufſatz hat ſo viel Autoritaͤt gewonnen, daß auch diejenigen ihren Beyſall gaben, die ſonſt nicht mit Ma⸗ lone einverſtanden waren. Dieß beweiſet nun, daß die Eng⸗ laͤnder immer noch nicht aufmerkſam genug ihre alten Schrift⸗ ſteller, die Zeitgenoſſen des Dichters, leſen, und daß es ihnen an unbefangenheit und freyem Sinn fehlt, um Shakſpear ſelbſt ſo zu wuͤrdigen, wie er es verdient, die Epochen ſeiner Bildung,