336 Viel Laͤrmen um Nichts. A. V
Claud. Das zahl' ich Euch: doch jetzt kommt andre Rechnung. — An welche Dame darf ich hier mich wenden? Ant. Hier dieſe iſt's, nehmt ſie von meiner Hand. Claud. So iſt ſie mein, zeigt mir Eur Antlitz, Holde. Leon. Nicht ſo: bevor Du ihre Hand erfaßt
Vor dieſem Prieſter, und ihr Treu gelobt.
Claud. Gebt mir die Hand vor dieſem wuͤrd'gen Moͤnch, Wenn Ihr mich wollt, ſo bin ich Euer Gatte. Zero. Als ich gelebt, war ich Eu'r erſtes Weib,
Als Ihr geliebt, wart Ihr mein erſter Gatte. (Nimmt die Maske ab.)
Claud. Die zweyte Hero? Fero. Nichts iſt ſo gewiß, Geſchmaͤht ſtarb eine Hero: doch ich lebe, Und ich bin rein von Schuld, ſo wahr ich lebe. D. Pedro. Die vor'ge Hero! Hero, die geſtorben!— Leon. Sie war nur todt, ſo lang' ihr Leumund lebte. mioͤnch. All dieß Erſtaunen bring' ich zum Verſtaͤndniß. Sobald die heil'gen Braͤuche ſind vollbracht, Erzaͤhl ich Euch genau des Fraͤuleins Tod. Indeß nehmt als Gewoͤhnliches dieß Wunder, ſnd laßt uns alle zur Capelle gehn. Ben. Still, Moͤnch, gemach! Wer iſt hier Beatrice? Beatr. Ich bin ſtatt ihrer da. Was wollt Ihr mir? Ben. Liebt Ihr mich nicht? Beatr. Nein, weiter nicht, als billig. Ben. So ſind Eu'r Oheim und der Prinz und Claudio Gar ſehr getaͤuſcht; ſie ſchwuren doch, Ihr liebtet. Beatr. Liebt Ihr mich nicht? Ben. Nein, weiter nicht als billig. Beatr. So ſind mein Muͤhmchen, Urſula und Gretchen, Gar ſehr getäuſcht; ſie ſchwuren doch, Ihr liebtet. Ben. Sie ſchwuren ja, Ihr ſeyd faſt krank um mich? Beatr. Sie ſchwuren ja, Ihr ſeyd halbtodt aus Liebe? Ben. Ey, nichts davon! Ihr liebt mich alſo nicht? Beatr. Nein wahrlich, nichts als freundliches Erwiedern. Leon. Kommt, Nichte, glaubt— nur, Ihr liebt den err


