Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1830) König Richard der Dritte
Entstehung
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Sz. 4. Viel Lärmen um Nichts. 335

Ant. Das thu' ich Dir mit feſter, ſichrer Miene. Ben. Euch, Pater, denk' ich auch noch zu bemuͤhn. Moͤnch. Wozu, Signor? Ben. Zu binden oder loͤſen, eins von beyden. Herr Leonato, ſo weit iſt's, mein Theurer, Mit guͤnſt'gen Augen ſieht mich Eure Nichte. Leon. Die Augen lieh ihr, wahrlich, meine Tochter. Ben. Und ich vergelt' es mit verliebten Angen. Leon. Den Liebesblick habt Ihr von mir erhalten, Von Claudio und dem Prinzen. Doch, was wollt Ihr? Ben. Die Antwort, Herr, beduͤnkt mich problematiſch. Mein Wille wuͤnſcht, daß Euer guter Wille Sich unſerm Willen fuͤgt, und dieſer Tag Uns durch das Band der heil'gen Eh' verknuͤpfe: Und dazu, wuͤrd'ger Mann, ſchenkt Euern Beyſtand. Leon. Mein Jawort geb' ich gern. Woͤnch. Ich meinen Beyſtand. Hier kommt der Prinz und Claudio. (D. Pedro und Claudio mit Gefolge.) D. Pedro. Guten Morgen dieſem ganzen edeln Kreis. Leon. Guten Morgen, theurer Fuͤrſt, guten Morgen, Claudio: Wir warten Euer: ſeyd Ihr noch entſchloſſen, Mit meines Bruders Kind Euch zu vermaͤhlen? Claud. Ich halte Wort und waͤr' ſie eine Mohrinn. Leon. Ruft ſie herein, der Prieſter iſt bereit. (Antonio ab.) D. Pedro. Ey, guten Morgen, Benedict, wie geht's? Wie kommt Euch ſolch ein Februarsgeſicht, So voller Froſt und Sturm und Wolken, an? Claud. Ich denk', er denkt wohl an den wilden Stier. Nur ſtill! Dein Horn ſchmuͤck' ich mit goldnem Knopf, Und ganz Europa ſoll Dir Bravo rufen, Wie einſt Europa ſich am Zeus erfreute, Da er als edles Vieh trug Liebesbeute. Ben. Zeus bruͤllt' als Stier ein ſehr verfuͤhrend Muh, Und ſolch ein Gaſt kirrt' Eures Vaters Kuh, Und ließ ein Kalb zuruͤck dem edlen Thier, Ganz ſo vom Anſehn und Gebloͤk wie Ihr. (Antonio kommt wieder, mit ihm die Frauen maskirt.)