Mehr' unſer Klaggeſchrey! Feyerlich, feyerlich! Graͤber, gaͤhnt weit empor! Steig' auf, o Geiſterchor, Feyerlich, feyerlich! Claud. Nun ruh' in Frieden Dein Gebein! Dieß Feſt ſoll jaͤhrlich ſich erneun.
D. Pedro. Loͤſcht Eure Fackeln jetzt, ſchon faͤllt der Thau, Der Wolf zieht waldwarts, und voin Schlaf noch ſchwer, Streift ſich der Oſten ſchon mit lichtem Grau,
Vor Phoͤbus Raͤdern zieht der Tag einher. Euch allen Dank: verlaßt uns und lebt wohl.
Claud. Guten Morgen, Freunde, geh' nun jeder heim;
D. Pedro. Kommt, laßt zu neuem Feſie jetzt uns ſchmuͤcken, Und dann zu Leonato folgt mir nach.
Claud. Und Hymen mog' uns dießmal mehr begluͤcken,
Als an dem heut geſuͤhnten Trauertag. (Alle ab.)
334 Viel Lärmen um Nichts. A. V.
Vierte Szene. (Leonato, Antonio, Benedict, Beatrice, urſula, Moͤnch und Hero treten auf.)
Moͤnch. Sagt ich's Euch nicht, daß ſie unſchuldig ſey?— Leon. Wie Claudio und der Prinz, die ſie verklagt Auf jenen Irrthum, den wir jetzt beſprochen. Doch etwas iſt Margreth' im Fehl verſtrickt, Zwar gegen ihren Willen, wie's erſcheint In dein Verlauf der ganzen Unterſuchung. Ant. Nun, ich bin froh, daß Alles glucklich endet. Ben. Das bin ich auch, da ſonſt mein Wort mich band, Vom jungen Claudio Rechenſchaft zu fordern. Leon. Nun, meine Tochter, und ihr andern Fraun, Zieht in das naͤchſte Zimmer Euch zuruͤck, Und wenn ich ſende, kommt in Masken her. Der Prinz und Claudio woll'n um dieſe Stunde Mich hier beſuchen. Du, Bruder, kennſt Dein Amt, Du mußt der Vater Deiner Nichte ſeyn,
Und Claudio ſie vermaͤhlen. (Frauen gehn ab.)


