Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1830) König Richard der Dritte
Entstehung
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Sz. 3. Viel Laͤrmen um Nichts. 333

Beat. Sehr ſchlecht.

Ben. Und wie geht es Euch ſelbſt?

Beat. Auch ſehr ſchlecht.

Ben. Seyd fromm, liebt mich und beſſert Euch, und ich Euch Lebewohl ſagen, denn hier kommt jemand in Eil.

(urſula kommt.)

Urſ. Mein Fraͤnlein, Ihr ſollt zu Euerm Oheim kom⸗ men, es iſt ein ſchoͤner Laͤrm da drinnen! man hat erwieſen, Hero ſey boͤslich belogen, die Prinzen und Claudio maͤchtig betrogen, und Don Juan, der Anſtifter von dem allen, hat ſich auf und davon gemacht. Wollt Ihr jetzt gleich mit kommen?

Beat. Wollt Ihr dieſe Neuigkeiten mit anhoͤren?

Ben. Ich will in Deinem Herzen leben, in Deinem Schooß ſterben, in Deinen Angen begraben werden, und uͤber das Alles will ich mit Dir zu Deinem Oheim

ab.

(D. Pedro, Claudio, Gefolge mit Muſik und Fackeln.) Claudio. Iſt dieß des Leonato Grabgewoͤlb? Diener. Ja, gnaͤd'ger Herr. Claudio.(lieſ't von einer Rolle.) Schmaͤhſucht brach der Hero Herz, Hier ſchlaͤft ſie im Jungfraunkranz⸗ Fuͤr der Erde kurzen Schmerz Schmuͤckt ſie Tod mit Himmelsglanz: Leben mußt' in Schmach erſterben, Tod ihr ew'gen Ruhm erwerben. (GHaͤngt die Rolle auf.) Haͤng' an ihres Grabmals Steinen, Wenn ich todt, ſie zu beweinen. Nun ſtimmet an, und ſingt die Todeshymne. Geſang. Gnad' uns, Koͤniginn der Nacht, Die Dein Maͤgdlein umgebracht; Trauernd und mit Angſtgeſtohn Uum ihr Grab wir reuig gehn. Mitternacht, ſteh' uns bey!