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S. 1. Viel Laͤrmen um Nichts. 329
Denn herrlich war's vollbracht, bedenkt Ihr's recht. Claud. Ich weiß nicht, 3 ich Euch um Nachſicht t
baͤte, Doch reden muß ich. Waͤhlt die Rache ſelbſt, Die ſchwerſte Buß' erſinnt fuͤr meine Suͤnde, Ich trage ſie. Doch nur im Mißverſtand Lag meine Suͤnde! D. Pedro. Und meine, das beſchwoͤr' ich. Und doch, dem guten Greis genng zu thun, Moͤcht' ich mich bengen unterm ſchwerſten Joch, Mit dem er mich belaſten will.
Leon. Befehlen kann ich nicht,„erweckt mein Kind,“ Das waͤr' unmoͤglich. Doch ich bitt' Euch beyde, Verkuͤndet's unſrer Stadt Meſſina hier,
Wie ſchuldlos ſie geſtorben. Kann die Liebe
Zu ernſter Arbeit Euern Geiſt erheben,
So haͤngt ein Epitaph an ihre Gruft,
Und ſingt es ihrer Aſche, ſingt's heut Nacht.
Auf morgen fruͤh' lad' ich Euch in mein Haus,
Und Innt Ihr jetzt mein Eidam nicht mehr werden, So ſeyd mein Neff'. Mein Bruder hat'ne Tochter, Beynah' ein Abbild meines todten Kindes:
Der gebt, was ihre Muhm' erhalten ſollte,
Und ſo ſtirbt meine Rache.
Claud. Edler Mann!
So uͤbergroße Guͤt' entlockt mir Thraͤnen.
Mit Ruͤhrung nehm' ich's an: verfuͤgt nun kuͤnftig Nach Willkuͤhr mit dem armen Clandio.
Leon. Auf morgen dann erwart' ich Euch bey mir, Fuͤr heut' gut' Nacht. Der Niedertraͤchtige Steh' im Verhoͤr Margrethen gegenuͤber,
Die, glaub' ich, auch zu dem Complott gehoͤrte, Erkauft von Euerm Bruder.
Bor. Bey meiner Seele, nein, ſo war es nicht, Sie ſprach mit mir, nicht wiſſend, was ſie that: Stets hab' ich treu und rechtlich ſie gefunden,
In allem, was ich je von ihr erfahren.
Zolz. Anbey iſt noch Meldung zu thun, gnaͤdiger Herr, obgleich es freylich nicht weiß auf ſchwarz daſteht, daß dieſer Requiſit hier, dieſer arme Suͤnder, mich einen Eſel genannt hat. Ich muß bitten, daß das bey ſeiner Beſtra⸗ fung in Anregung kommen moͤge. Und ferner hoͤrte die Wache ſie von einem Mißgeſtalt reden; er leiht Geld um


