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Sz 3. der Dritte. 3
Sie kann noch mehr als dieſes laͤngnen, Herr:
Sie kann euch helfen zu manch ſchoͤnem Poſten,
Dann laͤugnen ihre Hand im Spiel dabey,
Und alles nennen des Verdienſtes Lohn.
Was kann ſie nicht? Sie kann,— ja traun! ſie kann—
Riv. Was kann ſie, traun?
Sloſt. Was kann ſie traun? Mit einem Koͤnig traun, Und der ein Junggeſell, ein huͤbſcher Burſch.
Hat eure Großmama ſo gut gefreyt? Eliſ. Mylord von Gloſter, allzu lang' ertrug ich Eur plumpes Schelten und eur bittres Schmaͤhn. Ich melde Seiner Majeſtaͤt, beim Himmel, Den groben Hohn, den ich ſo oft erlitt. Ich waͤre lieber eine Bauermagd, Als große Koͤnigin, mit der Bedingung Daß man mich ſo verachtet und beſtuͤrmt. Ich habe wenig Freud' auf Englands Thron. Roͤnigin Margaretha erſcheint im Hintergrunde.)
Warg. Das Wen'ge ſey verringert, Gott, ſo fleh' ich! Denn mir gebuͤhrt dein Nang und Ehrenſitz.
Gloſt. Was? droht ihr mir, dem Koͤnig es zu ſagen? Sagts ihm und ſchont nicht; ſeht, was ich geſagt, Behaupt'ich in des Koͤnigs Gegenwart.
Ich wag' es drauf, in Thurm geſchickt zu werden. »S iſt Redens Zeit: man denkt nicht meiner Dienſte.
Miarg. Fort, Teufel! Ihrer denk' ich allzu wohl.
Du brachteſt meinen Gatten um im Thurm, Und meinen armen Sohn zu Tewksbury. Sloſt. Eh ihr den Thron beſtiegt und eur Gemahl,
War ich das Packpferd ſeines großen Werks,
Ausrotter ſeiner ſtolzen Widerſacher, Freygebiger Belohner ſeiner Freunde; Sein Blut zu furſten, hab' ich meins vergoſſen. Warg. Ja, und viel beßres Blut als ſeins und deins. Gloſt. In all der Zeit war't ihr und Grey, eur Mann, Parteyiſch fuͤr das Haus von Lancaſter; Ihr, Rivers, war't es auch.— Fiel ener Mann Nicht zu Sankt Albans in Margretha's Schlacht? Erinnern muß ich euch, wenn ihrs vergeßt, Was ihr zuvor geweſen, und nun ſeyd; Zugleich was ich geweſen, und noch bin. Marg. Ein moͤrderiſcher Schurk, und biſt es noch. IHI. 2


