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erſchienen ſind, nachſtehen, und meine Erklaͤrung ſo vieler ſchwierigen, oder mißverſtandenen Stellen wird den Text in manchen Scenen herſtellen und erlaͤutern. Seit man(wie es vor Jahren mit faſt allgemeiner Einſtimmung geſchah) Schlegels Arbeit nicht mehr fuͤr unverbeſſerlich will gelten laſſen, wird es vielleicht bald dahin kommen, daß jede unternehmende Buchhandlung eine eigne Ueberſetzung des Shakſpeare beſorgen läßt. Es iſt nichts leichter, als durch Abkuͤrzung, undeutliche Kuͤrze, Haͤrte des Verſes und dergl. irgend ein Wort, eine Bezeichnung, die Schlegel ausließ, noch anzuklem⸗ men: wer aber Poeſie, Drama, und den Originaltert wahrhaft kennt, wird einſehen, wie faſt in allen Stel⸗ len Schlegel mit großer Weisheit und aͤchtem Geſchmack irgend eine Kleinigkeit, eine Nebenſache aufopferte, um das Groͤßere zu retten, und den Geiſt, die Geſchmei⸗ digkeit, den Wohllaut der Sprache im Charakteriſtiſchen beizubehalten. Was haͤtten die Deutſchen, auch die Dichter, aus dieſen Ueberſetzungen fuͤr Sprache und den dramatiſchen Jamben lernen koͤnnen! Früher fand man dieſe gelungene Arbeit zu ſchwerfaͤllig und dunkel; jetzt will es von vielen Seiten her verlauten, alles ſei zu
leicht und unbedeutend. Wir werden hoffentlich wieder
auf jenen fruͤhern Standpunct zuruͤckkehren, und die Bar⸗ barei, die Voß hat einfuͤhren wollen, hat zwar Nachah⸗ mer, aber keinen Beifall gefunden.
Der Richard III., ſo wie der Sommernachts⸗Traum ſind von Schlegel, und waren ſchon in den vorigen


