Teil eines Werkes 
Zweyter Theil (1825) König Heinrich der Fünfte
Entstehung
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Koͤnig Heinrich VI.

Dritte Sz ene.

(Trompetenſtoß. König Eduard kommt triumphirend mit bClarence, Gloſter und den Uebrigen.

R. ed So weit hielt aufwaͤrts unſer Gluͤck den Lauf, Und mit des Sieges Kranz ſind wir geziert. Doch mitten in dem Glanze dieſes Tags Erſpaͤh' ich eine ſchwarze droh'nde Wolke,

Die unſrer lichten Sonne wird begegnen, Eh ſie ihr ruhig Bett im Weſt erreicht. Ich meyne, Lords, das Heer der Koͤnigin, In Gallien angeworben, iſt gelandet,

Und zieht, ſo hoͤren wir, zum Kampf heran.

Clar. Ein Luͤftchen wird die Wolke bald zerſtreun, Und zu dem Quell ſie wehn, woher ſie kam; Schon deine Strahlen trocknen dieſe Duͤnſte;

Nicht jede Wolk' erzeugt ein Ungewitter.

Gloſt. Man ſchaͤtzt die Koͤnigin auf dreyßig tauſend, Und Somerſet und Opford flohn zu ihr. Glaubt, wenn man ſie zu Athem kommen laͤßt,

So wird ihr Anhang ganz ſo ſtark wie unſrer.

R. Ed. Wir ſind berichtet von getreuen Freunden, Daß ſie den Lauf nach Tewksbury gewandt. Da wir bey Barnet jetzt das Feld behauptet,

Laßt gleich uns hin, denn Luſt verkuͤrzt den Weg,

Und unterwegs wird unſre Macht ſich mehren

In jeder Grafſchaft, wie wir weiter ziehn.

So ruͤhrt die Trommeln, ruft: wohlauf! und fort. (Alle ab.)

Piet.e S 65 e.

Ebene bey Tewksbury. (Ein Marſch. Koͤnigin Margaretha, Prinz Ed nard, Somerſet, Orford und Soldaten)

marg. Ihr Lords, kein Weiſer jammert um Verluſt, Er ſucht mit freud'gem Muth ihn zu erſetzen. Iſt ſchon der Maſt nun uͤber Bord geſtuͤrzt,