Teil eines Werkes 
Zweyter Theil (1825) König Heinrich der Fünfte
Entstehung
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336 Koͤnig Heinrich VI. A

wWarw. Vielmehr, willſt du hier wenziehn deine Schaaren, Bekennen wer dich hob und niederſtuͤrzte,

Den Warwick Goͤnſer nennen, und bereun,

So ſollſt du ferner Herzog ſeyn von York.

Gloſt. Ich glaubt', er wuͤrde mindſtens Koͤnig ſagen; Wie, oder ſpaßt' er wider ſeinen Willen? warw. Iſt nicht ein Herzogthum ein ſchoͤn Geſchenk? Gloſt. Ja wahrlich, wenn's ein armer Graf vergiebt.

Ich will dir ein ſo gut Geſchenk vergelten.

warw. Ich war's ja, der das Königreich ihm gab.

B. Ed. Nun, ſo iſt's mein, wenn auch durch War⸗

wicks Gabe.

Warw. Du biſt kein fuͤr ſo große Laſt,

Dem Schwaͤchling nimmt die Gabe Warwick wieder, Und Heinrich iſt mein Herr, Warwick ſein Unterthan.

R. Ed. Doch Warwicks Herr iſt Eduards Gefangner⸗ Und tapfrer Warwick, ſage mir nur dieß:

Was iſt der Koͤrper, wenn das Haupt ihm ſh

Gloſt. Ach, daß doch Warwick nicht mehr Vorſicht hatte, Daß, da er bloß die Zehne wollt entwenden,

Der Koͤnig ſchlau gefiſcht ward aus den Karten, Ihr ließt den Armen im Palaſt des Biſchofs; Zehn gegen eins, ihr trefft ihn nun im Thürm⸗

R. Ed. So iſt es auch, doch bleibt ihr Warwick ſtets.

Gloſt. Komm, Warwick! nimm die Zeit wahrl knie nieder! Wann wirds! Jetzt ſchmiede, weil das Eiſen gluht. Warw. Ich wollte lieber abhaun dieſe Hand, Und mit der andern ins Geſicht dir ſchleudern Als daß ich dir die Segel ſtreichen ſollte. R. Ed. Ja, ſegle wie du kannſt mit Wind und Flut! Die Hand hier um dein kohlſchwarz Haar gewunden, Soll, weil dein abgehau'ner Kopf noch warm, Wit deinem Blut dies ſchreiben in den Staub:. Der wetterwend'ſche Warwick wechſelt nun nicht mehr

(Hrford kommt mit klingendem Spiel und fliegenden Fahnen) warw. O freudenreiche Fahnen! Orford kommt.

oyf. Opford, Orford, fuͤr Lancaſter!

f(Zieht mit ſeinen Truppen in die Stadt)

Gloſt. Das Thor ſteht offen, laß uns auch hinein. z. Ed. Ein andrer Feind konnt' uns in Rücken fallen.