Dritter Theil. Fuͤnfter Aufzug.
Erſte S zen e
Coventry.
Auf der Mauer erſcheinen Warwick, der Schultheiß von Coventry, zwey Boten und Andre)
Warw. Wo iſt der Bote von dem tapfern Orford? Wie weit iſt noch dein Herr, mein guter Freund? 1. Bote. Bey Dunsmore eben, auf dem Marſch hieher. warw. Wie weit iſt unſer Bruder Montague? Wo iſt der Bote, der von ihm uns kam? 2. Bote. Bey Daintry eben, mit gewaltger Schaar. (Sir John Somerville tritt auf warw. Sag, Somerville, was ſagt mein lieber Sohn? Wie nah vermutheſt du den Clarence jetzt? Som. Zu Southam ließ ich ihn mit ſeinen Truppen, Und hier erwart' ich in zwey Stunden ihn. 6 (Man hoͤrt Trommeln); Warw. So iſt er nah, ich höre ſeine Trommeln. Som. Nicht ſeine, gnad'ger Herr; Southam liegt hier, Von Warwick ziehn die Trommeln, die ihr hoͤrt. Warw. Wer moͤcht' es ſeyn? Wohl unverhoffte Freunde. Som. Sie ſind ganz nah, ihr werdet's bald erfahren. (Trommeln. Konig Eduard und Gloſter nebſt Truppen auf dem Marſch) Si 8 R. Ed. Trompeter, lade ſie zur Unterhandlung. Gloſt. Seht auf der Maur den finſtern Warwick hauſen. warw. Verhaßter Streich, der uͤpp'ge Eduard hier? Wo ſchliefen unſre Spaher, wer beſtach ſie, Daß wir von ſeiner Ankunft nichts gehoͤrt! c9 K. Ed. Nun, Warwick, thuſt du uns das Stadtthor auf, Giebſt gute Worte, beugſt deine Knie in Demuth, Nennſt Eduard Koͤnig, flehſt um Gnad' ihn an, So wird er dieſe Frevel dir verzeihn.


