Teil eines Werkes 
Zweyter Theil (1825) König Heinrich der Fünfte
Entstehung
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334 Konig Heinrich W A. IV.

oyf.(indem er Heinrichs Hand kußt.) Und ſo verſiegl' ich Sp meine Treu und ſcheide. R. Zeinr. Geliebter Orford, beſter Montague, und all' ihr Andern, nochmals lebet wohl! Warw. Auf, Lords! Wir treffen uns zu Coventry! (Warwick, Clarence, Orford und Montagne ab) R. Heinr. Hier im Palaſt will ich ein wenig ruhn. Petter von Exeter, was denket ihr! Mich duͤnkt, das Heer, das Eduard aufgebracht, Muß meinem nicht die Spitze bieten koͤnnen. Epyet. Ja, wenn er nur die Andern nicht verfuͤhrt. R. Heinr. Das fuͤrcht' ich ſchaffte Ruhm mein un

Ich ſtopfte ihren Bitten nicht mein Ohr, Schob die Geſuche nicht bey Seit' mit Zoͤgern; Mein Mitleid war ein Balſam ihren Wunden, Des vollen Jammers Lind'rung ineine Milde, Mit Gnade trocknet⸗ ich die Thränenſtroͤme. Ich habe ihren Reichthum nicht begehrt, Roch ſie mit großen Steuern ſchwer geſchatzt, Nicht ſchnell zur Rache, wie ſie auch geirrt, Warum deun ſollten ſie mir Eduard vorziehn? Nein, Epeter, Gunſt heiſchet dieſe Gunſt, Und wenn dem Lamm der Lowe liebekoſt, So hoͤrt das Lamm nie auf, ihm nachzugehn.. (Draußen Geſchrey:Lancaſter hoch!) Epet. Hoͤrt, hoͤrt, mein Fuͤrſt! Weich ein Geſchrey iſt das? (Koͤnig Eduard, Gloſter und Soldaten treten auf) k. d. Ergreift den blöden Heinrich, fuͤhrt ihn fort, Und ruft mich wieder aus zum Koͤnig Englands. Ihr ſeyd der Quell, der kleine Baͤche naͤhrt; Ich hemm' ihn, meine See ſoll auf ſie ſaugen, Dnd durch ihr Ebben um ſo hoͤher ſchwellen. Fort mit ihm in den Thurm, laßt ihn nicht reden. (Einige ab mit Koͤnig Heinrich) Und, Lords, wir wenden uns nach Coventry⸗ Wo der gebietriſche Warwick ſteht. Jetzt ſcheint die Sonne heiß: wenn wir vertagen, Wird Froſt uns die gehoffte Ernte nagen. Gloſt. Bey Zeiten fort, eh ſich ſein Heer vereint, Fangt unverſehens den großgewachſenen Frevler. Auf, wackre Krieger! friſch nach Coventry.(Alle ab)