Teil eines Werkes 
Zweyter Theil (1825) König Heinrich der Fünfte
Entstehung
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St* Dritter Theil. 331

Zaſt. Mein Fuͤrſt, noch einmal klopf' ich an und mahne. Der Schultheiß von York und ſeine Raͤthe erſcheinen auf der Mauer) Schulth. Mylords, wir wußten ſchon von eurer Ankunft, Und uns zu ſichern, ſchloſſen wir das Thor; Denn jetzo ſind wir Heinrich Treue ſchuldig. R. Ed. Wenn Heiurich euer Koͤnig iſt, Herr Schultheiß Iſt Eduard mindſtens Herzog doch von York. Suih Schulth. Ja, beſter Herr, dafuͤr erkenn' ich euch. B. Ad. Nun, und ich fordre bloß mein Herzogthum, Und bin mit dem vollkommen ſchon befriedigt. Gloſt.(eyſeit) Doch hat der Fuchs die Naſe erſt hinein, So weiß er bald den Leib auch nachzubringen. waſt. Herr Schultheiß, nun? was ſteht ihr zweifelnd noch? Das Thor auf, wir ſind Koͤnig Heinrichs Freunde. Schulth. Ah, ſo? Das Thor ſoll euch geoͤffnet werden. .(Von oben herab) Gloſt. Ein weiſer tuͤcht'ger Hauptmann, und bald beredet! waſt. Der gute Alte läßt gern alles gut ſeyn. Bleibt er nur aus dem Spiel: doch ſind wir drinnen, So zweifl' ich nicht, wir werden baldigſt ihn Sammt ſeinen Rathen zur Vernunft bereden. kommt mit zwey Aldermaͤnnern aus der tadt R. Ed. Herr Schultheiß, dieſes Thor iſt nicht zu ſchließen, Als bei der Nacht und in der Zeit des Kriegs. Freund, fuͤrchte nichts, und gieb die Schluͤſſel ab! Er nimmt die Schluͤſſel) Denn Eduard will die Stadt und dich verfechten, Und alle die ſo hold ſind unſern Rechten. (Trommeln. Montgomery kommt mit Truppen auf dem Marſch begriffen) Gloſt. Bruder, daß iſt Sir John Montgomery, Wo ich nicht irre unſer biedrer Freund. K. R. Ed. Sir John, willkemmen! Doch warum in Waffen? mont. In ſeiner ſtuͤrm'ſchen Zeit dem Koͤnig Eduard Zu helfen, wie ein treuer Unterthan. R. Ed. Dank, theuerſter Montgomery! Aber nun Vergeſſen wir den Anſpruch an die Krone, Und fordern unſer Herzogthum allein, Bis Gott beliebt, das andre auch zu ſenden. mont. Gehabt euch wohl denn! ich will wieder fort:

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