Teil eines Werkes 
Zweyter Theil (1825) König Heinrich der Fünfte
Entstehung
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330 Koͤnig Heinrich IV. A. IV.

(Foͤnig Heinrich, Warwick, Clarence, der Com⸗ mendant und Gefolge ab) Som. Mylord, ich mag nicht dieſe Flucht des Eduard, Denn ohne Zweifel ſteht Burgund ihm bey, Und dann giebt's neuen Krieg in kurzer Zeit⸗ Wie Heinrichs juͤngſt geſprochne Weiſſagung Mit Hoffnung mir auf dieſen jungen Richmond Das Herz erquickt, ſo druͤckt es Ahnung nieder, Was ihm zu ſeinem Schaden und zu unſerm In dem Zuſammenſtoß begegnen mag: Drum wollen wir, dem Schlimmſten vorzubeugen, Lord Orford, ſchnell ihn nach Bretagne ſenden, Bis ſich der Buͤrgerfeindſchaft Stuͤrme enden. Opf. Ja, denn kommt Eduard wieder auf den Thron, So theiſte Richmond wohl der Andern Lohn. Som. Gut, in Bretagne woh'n er dann geborgen. Kommt alſo, laßt uns gleich das Werk beſorgen.(ab)

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Siebente Szene⸗

o k. (Koͤnig Eduard, Gloſter, und Haſtings treten auf mit Truppen) R. Ed. Nun, Bruder Richard, Lord Haſtings und ihr Andern:

So weit macht doch das Gluck es wieder gut, Daß ich noch einmal den geſunknen Stand Mit Heinrichs Herrſcherkröne ſoll vertauſchen. Ich ſetzte zweymal glucklich uͤber's Meer, ünd brachte von Burgund erwuͤnſchte Huͤlfe. Was iſt nun uͤbrig, da von Ravenspurg Wir vor den Thoren Yorks ſo angelangt, Als einziehn, wie in unſer Herzogthum? Gloſt. Das Thor verſchloſſen? Das gefaͤllt mir nicht; Denn manchen, welcher an der Schwelle ſtolpert, Verwarnt dieß, drinnen laure die Gefahr. R. Ed. Pah, Freund! Jetzt duͤrfen Zeichen uns nicht ſchrecken: Ich muß hinein im Guten oder Boͤſen,

Denn hier verſammeln ſich zu uns die Freunde.