Teil eines Werkes 
Zweyter Theil (1825) König Heinrich der Fünfte
Entstehung
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Sz. B. Dritter Lheil. 5 329

Er ſoll die Ehr' und ſeine Ruh' genießen.

Und, Clarence, nun iſt's mehr als dringend, 6

Fuͤr Hochverräther Eduard zu erklären,

Und alle ſeine Guͤter einzuziehn. Clar. Was ſonſt? und dann das Erbrecht zu ziſen. warw. Ja, und dabeh ſoll Clarence ja nicht fehlen. R. Zeinr. Doch vor den dringendſten Geſchäſten, laßt

Euch bitten(ich befehle ja nicht mehr)

Daß nach Margretha, eurer Koͤnigin

Und meinem Eduard we ingeſandt, S

Aus Frankreich ſchleunig ſie zuruͤckzurufen:

Denn bis ich hier ſie ſeh', haͤlt banger Zweifel

Die Luſt an meiner Frehheit halb perfinſtert.

Clar. Es ſoll, mein Fuͤrſt, in aller Eil geſchehn. B. Heinr. Mylord von Somerſet, wer iſt der Knabe,

Fuͤr den ſo ihr zu ſorgen ſcheint? Som. Mein Fuͤrſt, der junge Heinrich, Graf von Richmond. R. HBeinr. Komm, Englands Hoffnung! Wenn ge⸗ heime Maͤchte Clegt ihm die Hand auf das Haupt) In den prophetſchen Sinn mir Wahrheit floͤßen, So wird dieß feine Kind des Landes Segen. Sein Blick iſt voll von ſanfter Majeſtät, Sein Haupt geformt von der Natur zur Krone, Die Hand zum Zepter, und er ſelbſt in Zukunft Zur Zierde eines königlichen Throns. Ihn haltet hoch, Mylords; er iſt geboren, Euch mehr zu helfen, als durch mich verloren. (Ein Bote tritt warw. Was bringſt du Neues, Freund!?

Bote. Daß Eduard eurem Bruder iſt entwiſcht, und nach Burgund geflohn, wie er vernommen.

warw. Mißfaͤlllge Neuigkeit! doch wie entkam er?

Bote. Er ward entfuͤhrt durch Richard, Und den Lord Haſtings, die im Hinterhalt Auf ihn gewartet an des Waldes Ende, Und von des Biſchoffs Bögern ihn befteyt, Denn taͤglich war die Jagd ſein Zeitvertreib.

warw. Mein Bruder war zu ſorglos bey dem Auftrag. Doch laßt uns fort) mein Fuͤrſt, nach Mitteln ſehn Fuͤr jede Schaden, welcher můg zrſhehn nn