Teil eines Werkes 
Zweyter Theil (1825) König Heinrich der Fünfte
Entstehung
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Sz. 4.

Dir ſelbſt und allen Helfern deiner hi Wird Eduard ſtets als König ſich beträgen Stuͤrzt aleich des Glückes Bosheit meine Größe, Mein Sinn geht uͤber ſeines Rades Kreis. (Warwick nimmt ihm die Krone ab) Sey Eduard Englands Konig dann im Sii Doch Heinrich ſoll nun Englands Krone tragen, Und wahrer Koͤnig ſeyn: du nur der Schatten. Mylord von Somerſet, auf mein Begehren Sorgt, daß man gleich den Herzog Eduard ſchaffe Zu meinem Bruder, Exzbiſchof von York. Wann ich gekämpft mit Pembroke und den Seinen, So folg' ich euch, und melde, was fuͤr Antwort Ihm Ludwig und das Fräulein Bona ſenden. Leb' wohl indeſſen, guter Herzog York! RB. Ed. Was Schickſal auflegt, muß der Menſch er⸗ tralen, Eo hilft nicht, gegen Wind und Flut ſich ſchlagen. (Koͤnig Eduard wird abgefuͤhrt, Somerſet begleitet ihn) Oyf. Was bleibt fuͤr uns, Mylords, nun noch zu thun, Als daß wir mit dem Heer nach London ziehn? 37 Warw. Ja wohl, das müſſen wir zuvörderſt thun: Um Koͤnig Heinrich vom Verhaſt zu loͤſen,. Und auf den Koͤnigsthron ihn zu erhoͤhn.

N

Clle ab) i ert London. Ein Zimmer im Palaſt. (Goͤnigin Eliſabeth und Rivers treten auf)

Riv. Was hat euch, gnäͤd'ge Frau, ſo ſchnell verwandelt? k. Eliſ. Wie, Bruder Rivers? muͤßt ihr's erſt erfahren, Welch Ungluͤck Koͤnig Eduard juͤngſt betroffen? Riv. Verluſt von einem Treffen gegen Warwick? R. Eliſ. Nein, ſeiner furſtlichen Perſon Verluſt. Riv. So ward mein Fuͤrſt erſchlagen? R. Eliſ. Ja, faſt erſchlagen: denn er ward gefangen. Sey's, daß der Wachen Falſchheit ihn verrieth, Sey's, daß der Feind ihn jaͤhlings uͤberfallen; Und, wie man ferner meldet, iſt er nun