Teil eines Werkes 
Zweyter Theil (1825) König Heinrich der Fünfte
Entstehung
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324 Kdnig Heinrich VI. A IV

2. Schildw. Es iſt mehr Ehre, weil's gefaͤhrlicher. 3. Schildw Ja, aber gebt mir Achtbarkeit und Ruh',

Das lieb' ich mehr als Ehre und Gefahr.

Wenn Warwick wuͤßt', in weicher Lag' er iſt,

S iſt zu befürchten, daß er wohl ihn weckte.

1. Schildw. Wenn's unſre Hellebarden nicht ihm wehren. . Schildw. Ja, wozu ſonſt bewachen wir ſein Zelt, Als ihn vor nacht'gem Anlauf zu beſchützen. S

(Warwick, Clarence, Hpford und Somerſet treten auf mit Druppen) warw. Dieß iſt ſein Zelt, ſeht ſeine Wachen ſtehn. Auf, Leute! Muth! nun oder nimmer Chre! Folgt mir, und Eduard ſoll unſer ſeyn.

Schildw. Wer dan 2. Schildw. Steh, oder du biſt des Todes.

(Warwick und alle Uebrigen rufen!Warwick! Warwick!

und greifen die Wachen an, welche fliehen und ſchreien; Zu den Waffen! Zu den Waffen! waͤhrend ihnen Warwick und die Andern nachſetzen)

(unter Trommeln und Trompeten kommen Warwick und die Uebrigen zuruͤck, und bringen den Koͤnig im Schlaf⸗ rock, in einem Lehnſtuhl ſitzend, heraus. Gloſter und

Haſtings fliehen uͤber die Buͤhne)

Som. Wer ſind ſie, die da floh'n.

warw. Richard und Haſtings; laßt ſie, hier iſt der

R. d. Herzog! Wie, Warwick? Da wir ſchieden re

Du Koͤnig mich. Si doch der Fall iſt anders. Als ihr bey der Geſandtſchaft mich beſchimpft, Da hab' ich euch der Königswuͤrd' entſetzt, Und nun ernenn' ich euch zum Herzog York. Pie ſolltet ihr ein Koͤnigreich regieren, Der ihr nicht wißt, Geſandte zu behandeln, Richt wißt, mit Einem Weib euch zu begnugen, Nicht wißt, an Bruͤdern bruderlich zu handeln, MNicht wißt, auf eures Volkes Wohl zu ſinnen, Nicht wißt, vor euren Feinden euch zu bergen? R. ed. Ey, Bruder Clarence, biſt du auch dabey? Dann ſeh' ich wohl, daß Eduard ſinken muß. Ja, Watwick, allem Mißgeſchick zum Troß,