Teil eines Werkes 
Zweyter Theil (1825) König Heinrich der Fünfte
Entstehung
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3 ½ Kdnig Heinrich VI. u. 1V.

Sie ſind gelandet oder werden's naͤchſtens; Ich ſelbſt will ſchleunig in Perſon euch folgen. (GPembrocke und Stafford ab) Doch eh ich geh', Haſtings und Montague, Löſt meinen Zweifel. Ihr, vor allen Andern, Seyd Warwick nah durch Blut und Freundſchaftsbund: Sagt, ob ihr Warwick lieber habt als mich? Wenn dem ſo iſt, ſo ſcheidet hin zu ihm, Statt falſcher Freunde wuͤnſch' ich euch zu Feinden. Doch wenn ihr denkt, mir treue Pflicht zu halten, Verbuͤrgt es mir mit freundlicher Verheißung, Daß ich nie Argwohn hege wieder euch. mont. Gott helfe Montague nach ſeiner Treu! Zaſt. Und Haſtings, wie er Eduards Sache fuͤhrt! R. Ed. Nun, Bruder Richard⸗ wollt ihr bey uns ſtehn! Gloſt. Ja, troß jedwedem, der euch widerſteht. R. Ed. Nun wohl, ſo bin ich meines Siegs gewiß. Drum laßt uns fort, und keine Muͤh' vergeſſen, Bis wir mit Warwicks fremder Macht uns meſſe 5 5

3 weyte Szene Eine Ebene in Warwick⸗Shire.

(Warwick und Hyford treten auf, mit Franzöſiſchen und andern Truppen,) 3

warw. Glaubt mir, Mylord, bis jetzt geht alles gut;

Das niedre Volk ſtroͤmt uns in Haufen zu. (Clarence und Somerſet treten auf) Doch ſeht, da kommt Somerſet und Clarence. Sagt ſchleunig, Mylords: ſind wir fämmtlich Freunde? Clar. Sorgt darum nicht, Mylord⸗

Warw. Willkommen dann dem Warwick, lieber Clarence! Willtommen, Somerſet! Ich halt's fuͤr Feigheit, Argwoͤhniſch bleiben, wo ein edles Herz Die offne Hand als Liebespfand gereicht;

Sonſt koͤnnt' ich denken, Clarence, Eduards Bruder, Sey ein verſtellter Freund nur unſers Thuns: Doch ſey willkommen; ich geb' dir die Tochter.