Der Fraͤulein Bona zum Geſpoͤtt gemacht.
Iſt nun entehrt durch dieſe neue
Sie und wir ſelbſt ſind unſre Sicherheit.
Sz 1. Dritter Theil. 3¹9
R. Ed. Setzt, daß ſie ohne Grund beleidigt waͤren, Sie ſind nur Ludwig, Warwick; ich bin Eduard,
Eur Herr und Warwicks, und muß ſchalten können.
Gloſt. Und ſollt auch ſchalten, weil ihr unſer Herr: Doch uͤbereilte Eh' thut ſelten gut.
R. Ed. Ey, Bruder Richard, ſeyd ihr auch beleidigt?
Gloſt. Ich nicht;
Verhuͤte Gott, daß ich geſchieden wuͤnſchte, Die Gott verbunden; ja und es waͤr“ Schade Ein Paar zu trennen, das ſo ſchoͤn ſich paßt.
R. Ed. Vom Hohn und Widerwillen abgeſehn, Sagt mir, weswegen Lady Grey mein Weib Und Englands Koͤnigin nicht werden ſollte?
Ihr gleichfalls, Somerſet und Montague, Sprecht offen, was ihr denkt.
Clar. So iſt dieß meine Meynung: Koͤnig Ludwig
Wird euer Feind, weil ihr ihn mit der Heirath
Gloſt. Und Warwick, der nach eurem Auftrag that, Heirath. R. Ed. Wie, wenn ich beyde nun durch neue Mittel, Die ich erſinnen kann, zufrieden ſtelle? mont. Doch ſolchen Bund mit Frankteich einzugehn, Hätt' unſern Staat geſchirmt vor fremden Stuͤrmen, Mehr als es eine Landes⸗Heirath kann. Zaſt. Weiß Montague denn nicht, daß England ſicher Fuͤr ſich ſchon iſt, bleibt es ſich ſelbſt nur tren? mont. Ja, doch gedeckt von Frankreich ſich'rer noch. Zaſt. S iſt beſſer, Frankreich nutzen als vertraun. Laßt uns durch Gott gedeckt ſeyn und das Meer, Das Gott uns gab zu einem feſten Walle, Und wehren wir mit ihrer Huͤlf' uns bloß;
Clar. Fuͤr dieſe Rede ſchon verdient Lord Haſtings Zur Eh' die Erbin des Lord Hungerford. R. Ed. Nun gut, was ſoll's? Es war mein Will' und ort, Und dießmal gilt mein Wille fuͤr Geſet. 3 Gloſt. Doch duͤnkt mich, Eure Hoheit that nicht wohl,
Die Tochter und die Erbin des Lord Scales Dem Brnder eurer theuren Braut zu geben;


