Teil eines Werkes 
Zweyter Theil (1825) König Heinrich der Fünfte
Entstehung
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318 Kdoͤnig Heinrich VI. A. IV.

Wwarw. Ich kam von Eduard als Geſandter her,

Doch kehr' ich heim als ſein geſchworner Feind;

Zur Heirathsſtiftung gab er Auftrag mir,

Doch droh'nder Krieg erfolgt auf ſein Begehren.

att' er zum Spielzeug niemand ſonſt als mich?

So will nur ich den Spaß in Leid verkehren.

Ich war voraus, zur Kron' ihn zu erheben,

Und will voraus ſeyn, wieder ihn zu ſtuͤrzen? Nicht, daß mir Heinrichs Elend klaͤglich ſey,

Doch raͤchen will ich Eduards Neckerey⸗

Vierter Aufzug.

Erſte Szene. London. Ein Zimmer im Palaſt.

(Gloſter, EClarence, Somerſet, Montague und An⸗ dre treten auf.)

Gloſt. Nun ſagt mir, Bruder Clarence, was denkt ihr Von dieſer neuen Eh' mit Lady Grey! Traf unſer Bruder keine wuͤrd'ge Wahl? Clar. Ach, wie ihr wißt, s iſt weit nach Frankreich hin; Wie konnt' er Warwicks Wiederkunft erwarten? Som. Mylords, laßt dieß Sehricht da kommt der nig. (Trompeten und Pauken. Koͤnig Eduard mit Gefolge, Lady Grey als Koͤnigin, Pembroke, Staſford, Haſtings und Andre treten auf.) Gloſt. Und ſeine wohlgewählte Braut. Clar. Ich ſag' ihm, was ich denke, grad' heraus. R. Ed. Nun, Bruder Clarence, wie duͤnkt euch die Wahl Daß ihr nachdenklich ſteht, halb mißvergnuͤgt? Clar. So gut wie Ludwig und dem Grafen Warwick⸗ Die von ſo ſchwachem Muth und Urtheil ſind, Daß unſre Mißhandlung ſie nicht beleidigt.