Teil eines Werkes 
Zweyter Theil (1825) König Heinrich der Fünfte
Entstehung
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Sz. 4. Koͤnig Heinrich V. 29

Durch der Natur und Voͤlker Recht ihm zuſteht, Und ſeinen Erben; namentlich die Krone, Und aller Ehren weiten Kreis, den Sitte Und Anordnung der Zeiten zugetheilt Der Krone Frankreichs. Daß ihr wiſſen mögt, Dieß ſey kein loſer ungereimter Anſpruch, Entdeckt im Wurmfraß laͤngſt verſchwundner Tage, Vom Staube der Vergeſſenheit geſcharrt. Schickt er euch dieſe hoͤchſt denkwuͤrd'ge Reih, (teberreicht ein Papier.) In jedem Zweige wahrhaft berzengend, Und heißt euch dieſen Srammbaum uͤberſchaun; Und wenn ihr grade abgeſtammt ihn findet Vom ruͤhmlichſten der hochberuͤhmten Ahnen, Eduard dem Dritten, heißt er euch Verzicht Auf Kron' und Reich thun, die ihr unrechtmaͤßig Ihm als gebornen Eigner vorenthaltet. B. Carl. Sonſt, was erfolgt? pet. Der blut'ge Zwang; denn wenn ihr ſelbſt die Krone In euren Herzen bergt, er ſtört nach ihr. Deßwegen kommt er an in wildem Sturm, In Donner und Erdbeben, wie ein Zeus, Auf daß er noth'ge, wenn kein Mahnen hilft; Und heißt euch, beym Erbarmen Gött des Herrn, Die Krone abſtehn, und der armen Seelen, Fuͤr welche dieſer gier'ge Krieg den Rachen Schon oͤffnet, ſchonen; und auf euer Haupt Waäͤlzt er der Waiſen Schrey, der Witwen Thraͤnen, Der Todten Blut, verlaßner Maͤdchen Aechzen, Um Gatten, Vätet, und um Anverlobte, Die dieſe Zwiſtigkeit verſchlingen wird. Dieß iſt ſein Ruf, ſein Drohn, und meine Botſchaſt, Wo nicht der Dauphin gegenwaͤrtig iſt, Den ich ausdrucklich zu begruͤßen habe. R. Carl. Was uns betrifft, wir wollen dieß erwaͤgen; Wir geben morgen den Beſcheid euch mit. An unſern Bruder England. Dauph. Was den Dauphin, So ſteh ich hier fuͤr ihn: was ſchickt ihm England? Epet. Des Trotzes, der Verachtung und Und alles deß, was nicht mißziemen mag em großen Sender, ſchaͤtzet er euch werth. o ſpricht mein Fuͤrſt: wenn eures Vaters Hoheit

des Hohns