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28 Koͤnig Heinrich V. A. M.
Den Feind fuͤr maͤcht'ger halten, als er ſcheint; So fuͤllet ſich das Maaß der Gegenwehr,
Die ſonſt bei ſchwachem kaͤrglichen Entwurf, Gleich einem Filz ein wenig Tuch zu ſparen,
Den Rock verdirbt. k. Carl. Gut! halten wir den Koͤnig Heinrich ſtark,
Und Prinzen ruͤſtet ſtark euch wider ihn;
Denn ſein Geſchlecht hat unſer Fleiſch gekoſtet,
Und er ſtammt ab von dieſer blut'gen Reih⸗
Die auf den heim'ſchen Pfaden uns verfolgt;
Deß zeugt der zu gedächtnißwuͤrd'ge Tag,
Als Ereſſy's Schlacht verderblich ward geſchlagen,
Und unſre Prinzen alle in die Haͤnde
Dem ſchwarzen Namen Eduard fielen,
Dem ſchwarzen Prinz von Wales, indeß ſein Vater
Des Berges Fuͤrſt, auf einem Berge ſtehend,
Hoch in der Luft, gekroͤnt von goldner Sonne,
Den Heldenſproͤßling ſah, und ihn mit Lacheln
Die Werke der Natur verſtuͤmmeln ſah,
Geſchaffen hatten. Dieſer iſt ein Zweig 37 fuͤrchten
Die angeborne Kraft und ſein Geſchick.
Begehren Zutritt zu Eu'r Majeſtät.
Und Bildniſſe verloͤſchen, welche Gott Und Fraͤnk'ſche Väter zwanzig Jahr hindurch Von jenem Siegerſtamm, und laßt uns (Ein Bote tritt ein.) Bote. Geſandte Heinrichs, Koͤniges von England, R. Carl. Wir geben ihnen gleich Gehör,— Geht, holt ſie. (Bote und einige Herren vom Hofe ab.)
Ihr ſeht die Jagd wind heiß betrieben, Freunde.
Dauph. Macht Holt, und bietet Stirn! denn feige Hunde Sind mit dem Maul am freiſten, wenn ihr Wild Schon weit vorausläuft. Beſter Fuͤrſt, ſeyd kurz Mit dieſen Engliſchen, und laßt ſie wiſſen* Von welcher Monarchie das Haupt ihr ſeyd. Selbſtliebe, Herr, iſt nicht ſo ſchnoͤde Suͤnde, Als Selbſtverſaͤumniß. 6 (Die Herren kommen mit Epeter und Gefolge züruͤck) R. Carl. Von unſerm Bruder England? yet. Von ihnt; ſo rüßt er Eute Majeſtät: Er heiht in des allmaͤcht'gen Gottes Namen, Daß ihr euch abthun und entkleiden ſollt Erborgter Hoheit, die durch Gunſt des Himmels,


